Wissenschaft aus Düsseldorf Helden dürfen jetzt auch alt sein

Düsseldorf · Ob im Film, in der Literatur oder im Comic: Das Altern ist ein populäres Thema in der Kultur – und für die Wissenschaft. So auch bei der Wissenschafterin der Uni Düsseldorf, Henriette Herwig, der Lehrstuhlinhaberin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft.

Uni-Professorin Henriette Herwig mit ihrem Buch über das Altern in der Populärkultur

Uni-Professorin Henriette Herwig mit ihrem Buch über das Altern in der Populärkultur

Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Miss Marple – neugierig-gewitzt und immer mit Hut – war schon bei ihrer ersten Mördersuche eine ältere Dame. Die Amateurdetektivin in den gleichnamigen Krimis blieb über die Jahre unverändert, ihr Alterungsprozess spielte keine Rolle. Bei Wallander ist das anders. Der berühmte schwedische Kommissar (erschaffen von Henning Mankell) leidet an einer Alzheimer-Erkrankung, sein Kampf gegen das Vergessen rückt im letzten Band der Krimireihe mehr und mehr in den Fokus. Diese Beispiele zeigen, so die Erkenntnis der Düsseldorfer Literaturwissenschaftlerin Henriette Herwig, einen gravierenden Wandel: Das Alter mit seinen Begleitumständen ist mittlerweile ein populäres Thema – nicht nur im Krimi.