Düsseldorf wirbt für scherbenfreie Altstadt an Karneval

Karneval in Düsseldorf :  Jacques Tilly wirbt für scherbenfreie Altstadt an Karneval

Während er in der Vergangenheit für das Design der Plakate verantwortlich war, ist er in diesem Jahr selbst darauf zu sehen.

Unter dem Motto „Scherbenfrei und jeck dabei“ sollen wie in den Vorjahren die Karnevalstage in der Altstadt ohne einen Teppich aus Glasscherben über die Bühne gehen. Um die Besucher darauf schon im Vorfeld einzustimmen, weist die Stadt mit einem neuen Plakat, das am Donnerstag vorgestellt wurde, in der Öffentlichkeit auf diese Regelung hin. Dass die Optik überarbeitet wurde, hat einen einfachen Grund: „Wir wollten das Motiv an das neue Corporate Design der Stadt anpassen“, berichtete Ordnungsdezernent Christian Zaum. Im Mittelpunkt des Motivs steht der Wagenbauer Jacques Tilly, der laut Zaum eines der prägendsten Gesichter des Karnevals ist. „Wir freuen uns, dass Jacques Tilly sich dazu bereiterklärt hat“, so Zaum.

Seitdem das Verbot im Jahr 2011 eingeführt wurde, ist nach Angaben des Ordnungsamts die Anzahl der Schnittverletzungen von mehr als 400 auf knapp 20 zurückgegangen. Laut Zaum ist das Verbot unter den Düsseldorfern inzwischen schon relativ bekannt, doch sehe das insbesondere bei Feiernden aus dem Umland noch anders aus. Von Altweiber bis Rosenmontag wird das Ordnungsamt an 16 Zugängen in die Altstadt Besucher auf Glasflaschen kontrollieren. Auch Händler und Gastronome innerhalb des Verbotsgebiets dürfen in dieser Zeit keine Waren in Glasbehältnissen verkaufen.

Gleichzeitig wies Dezernent Zaum auch noch einmal auf Neuregelung zum Thema Wildpinkeln in diesem Jahr hin. Mehr öffentliche Toiletten in der Altstadt, verstärkte Kontrollen und ein Bußgeld von knapp 100 Euro sollen die Menge an Wildpinklern reduzieren.

Aber nicht nur die Stadt, sondern auch die Verkehrswacht wandte sich mit einem Anliegen an die Öffentlichkeit und wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol während der tollen Tage. Vor allem geht darum, nach dem Konsum von Spirituosen sein Auto stehen zu lasse und alternativ mit Bus, Bahn oder Taxi zu fahren.

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