Düsseldorf: „Wir sehen eine Behinderung als Zusatzqualifikation“

IHK Düsseldorf : „Wir sehen eine Behinderung als Zusatzqualifikation“

Die IHK möchte die Inklusion von Menschen mit Handicap am Arbeitsplatz fördern. Ein wichtiges Instrument ist dabei die „Charta der Vielfalt“.

(RP) Anlässlich des bundesweiten Diversity-Tages informierte die IHK Düsseldorf gemeinsam mit der Kadomo GmbH in Hilden über die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung. „Wir wollen für Inklusion und Vielfalt in der Wirtschaft werben, und wo könnten wir das besser tun als in einem Unternehmen, das sich hier bereits seit vielen Jahren vorbildlich verhält“, fragte zu Beginn IHK-Hauptgeschäftsführer Gregor Berghausen. Mehr als ein Drittel der Kadomo-Mitarbeiter haben ein Handicap, Frauen in Führungspositionen werden gefördert und Menschen verschiedenster Nationalitäten beschäftigt.

„Wir sehen eine Behinderung nicht als Herausforderung, sondern als Zusatzqualifikation“, erklärt dazu Geschäftsführer Frank Rösner. Kadomo baut erfolgreich Fahrzeuge behindertengerecht um. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung können Kunden auf Augenhöhe beraten. Der barrierefrei gestaltete Betrieb erfüllt die Kriterien für ein anerkanntes Integrationsprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland. Während der Veranstaltung konnten zwei weitere Betriebe für eine Selbstverpflichtung zur Vielfalt gewonnen werden: IHK-Vollversammlungsmitglied Vera Calasan, Vorstandsvorsitzende der von ihr gegründeten Excellence AG unterzeichnete noch am selben Tag die „Charta der Vielfalt“, ein weiteres Unternehmen wird dies in den nächsten Tagen nachholen. „Wir hoffen, dass noch viele weitere Betriebe sich der Charta der Vielfalt anschließen, denn gelebte Diversity sorgt für ein gutes Betriebsklima und unterstützt die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, so Berghausen abschließend.

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