Düsseldorf will mehr Trinkbrunnen in der Stadt

Für Sportanlagen und Spielplätze : Düsseldorf will mehr Trinkbrunnen in der Stadt

Bislang gibt es acht Trinkwasserbrunnen in Düsseldorf. Doch die Politik wünscht sich, dass es deutlich mehr werden. Vorbild ist Berlin: Dort gibt es mittlerweile bereits 50 öffentliche Trinkbrunnen.

Die Düsseldorfer sollen sich an immer mehr Stellen im Stadtgebiet kostenlos mit Wasser versorgen können. Ein Schlüssel dazu sind Trinkbrunnen, wie sie schon an verschiedenen Orten in der Stadt zu finden sind. Gerade in den Stadtteilen wachse die Nachfrage, heißt es von den Stadtwerken. Jetzt wurde eine Absichtserklärung mit der Stadt getroffen: Die Bezirksvertretungen können Wasserspender für ihre Stadtteile bekommen, wenn die Stadt die nötigen Anschlüsse stellt. Die Stadtwerke liefern das Wasser und übernehmen die Wartung.

In der Bezirksvertretung 1 liegt gerade der Vorschlag auf dem Tisch, an der Multifunktionssportfläche unter der Theodor-Heuss-Brücke einen Trinkwasserbrunnen zu installieren. „Das macht vor allem überall dort Sinn, wo Sport getrieben wird und Kinder spielen“, sagt Bezirksbürgermeisterin Marina Spillner. Nicht immer werden die Beschlüsse aber zügig umgesetzt. „Wir hatten schon vor längerer Zeit beschlossen, für den großen Spielplatz im Hofgarten an der Inselstraße einen solchen Brunnen anzuschaffen, da ist aber bis heute nichts passiert“, so Spillner. Architekt Marc Böhnke wünscht sich Trinkwasserbrunnen auch auf dem geplanten Rheinboulevard vom Wehrhahn bis zum Rhein.

Auch in der Bezirksvertretung 2 mussten die Politiker warten, bis der Zoopark mit einem Brunnen ausgestattet wurde. „Das Thema hatte ich schon vor Jahren angeregt“, berichtet Bezirksbürgermeister Uwe Wagner. Ginge es nach ihm, könnte die Stadt noch viel mehr Wasserspender vertragen. „In Italien gibt es davon in jedem Dorf mehrere, auch in deutschen Städten wie Freiburg oder Stuttgart Hunderte. Da hat Düsseldorf noch etwas Nachholbedarf.“

Die Landeshauptstadt verfügt bisher über acht öffentliche Wasserspender. Als letzter hinzugekommen ist der im Skaterpark Eller an der Heidelberger Straße, wie der Leiter Qualitätsüberwachung Wasser bei den Stadtwerken, Hans-Peter Rohns, sagt. Das Wasser läuft wie bei den anderen dauerhaft, mit einem Durchfluss von rund 1,5 Litern pro Minute.

Die älteren Trinkbrunnen der Stadt stammen aus den 1950er Jahren, etwa ein Steinbrunnen mit dem Motiv „Fische“ am Wasserwerk Flehe. Der Trinkbrunnen am Lohauser Deich wurde 1955 von Bildhauer Bernhard Lohf geschaffen und stellt einen Jungen auf einem Delfin dar. Die anderen kostenlosen Wasserspender bilden eine Achse durch die Stadt: am Sandacker und am Parlamentsufer, an den Wasserwerken sowie im Rheinpark Golzheim und auf dem Ernst-Reuter-Platz. „Ideal für Radler, Spaziergänger oder Läufer, die unterwegs etwas trinken möchten“, sagt Rohns. Die neueren Spender sind in schlichtem Edelstahl-Design gehalten.

Da der Durchfluss bewusst gering gehalten ist, gleicht der Jahresverbrauch dem von zehn bis zwölf Einfamilienhäusern. Insgesamt werden so laut Rohns jährlich 3700 Kubikmeter Wasser verbraucht. Die Stadtwerke haben auch die jährliche In- und Außerbetriebnahme übernommen. Die Brunnen werden für den Winter demontiert.

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