Düsseldorf will die Bedingungen beim Transport behinderter Schüler verschärfen.

Düsseldorf : Behinderte besser schützen

Sprudelwasser von der Stadt mag fürs Erste eine Erleichterung sein. Doch das wird den Förderschülern vom Lohbachweg, die je nach Wohnort eine Stunde und mehr in den eigens für sie bereit gestellten Bussen verbringen, nicht reichen.

Wie betroffene Eltern berichten, verlassen viele von ihnen mit klatschnassem Rücken und hochrotem Kopf einige der von einem Ratinger Unternehmen eingesetzten Busse.

Das ist unzumutbar, vor allem, weil es schon vor der außergewöhnlichen Hitze der laufenden „Sahara-Woche“ so war. Und es hilft auch nicht, wenn der ein oder andere Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs über ähnliche Zustände in Bussen oder Bahnen berichtet.

Für junge Menschen mit Behinderung gibt es nicht von ungefähr eine besondere Fürsorgepflicht. Hinzu kommt, dass es im konkreten Fall um mehr als fehlende Klimaanlagen geht. Seit langem kritisieren die Eltern die Bedingungen, unter denen zumindest ein Teil des Schülerspezialverkehrs stattfindet.

Dass die Stadt die Bedingungen für die von ihr beauftragten Unternehmen ab August verschärft und Geldstrafen ankündigt, ist nur folgerichtig. Eigentlich hätte das längst geschehen müssen.

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