Düsseldorf: Wieder längere Wartezeiten am Flughafen

Kritik von Verdi : Wieder längere Wartezeiten am Flughafen Düsseldorf

Zu wenig Mitarbeiter seien an den Kontrollen eingesetzt worden, sagt Verdi. Flughafen und Bundespolizei sprechen dagegen lediglich von einem erhöhten Fluggastaufkommen am Morgen.

Zu längeren Wartezeiten vor den Sicherheitskontrollen soll es am Freitag wieder am Flughafen Düsseldorf gekommen sein. „Mitarbeiter der Sicherheitsfirma hatten sich um kurz nach neun bei uns gemeldet, die mit den Kontrollen überlastet waren“, sagt Özay Tarim von Verdi, zuständig für das Sicherheitspersonal an den NRW-Flughäfen. Er spricht von Chaos und einer Fehlkalkulation der Fluggastzahlen, „bestimmt 100 Mitarbeiter hatten eine Freischicht, damit die Firma keinen Feiertagszuschlag zahlen muss“, sagt Tarim, der aber nicht nur der Sicherheitsfirma Kötter Vorwürfe macht, sondern auch dem Flughafen und der Bundespolizei. „Der Flughafen hat die Firma ARC beauftragt, die die Fluggastzahlen ermittelt und die Werte an die Bundespolizei weitergibt“, sagt der Gewerkschaftssekretär. Anhand dieser Zahlen würde das Personal eingeteilt. Nur zwei Kontrollstrecken seien am Flugsteig A geöffnet gewesen sein, die mit zwölf Mitarbeitern besetzt gewesen sein sollen, „eine völlig unnötige Stresssituation für das Sicherheitspersonal und die Passagiere“, sagt Tarim.

„Von Chaos kann keine Rede sein“, sagt ein Sprecher des Flughafens, es habe in den früheren Morgenstunden lediglich ein höheres Fluggastaufkommen am Flugsteig A gegeben, bestätigt die Bundespolizei. „Wer rechtzeitig am Flughafen war, der hat seine Maschine auch nicht verpasst“, so ein Sprecher. Ab 10.30 Uhr soll die Wartezeit dann wieder zwischen fünf und zehn Minuten betragen haben.

Hier erhalten Sie die besten Tipps zu Parken, Check-in, Abflug und Ankunft am Flughafen Düsseldorf.

Auch die Sicherheitsfirma Kötter weist die Vorwürfe von sich: Lediglich 4,25 von fast 2500 angeforderten Stunden konnten nicht geleistet werden, heißt es in einem Schreiben der Firma. Kötter habe an diesem Tag mehr als 99,8 Prozent der angeforderten Mitarbeiter gestellt, heißt es ebenda.

(nika)
Mehr von RP ONLINE