Auslastung wird gemessen Wie voll ist die Bahn? Rheinbahn baut Zähler ein

Düsseldorf · Die Fahrgastzahlen werden bislang nur hochgerechnet. Jetzt werden Busse und Bahnen mit Sensoren ausgestattet. Kunden soll so angezeigt werden, wo sie am besten einsteigen. Zudem kann die Rheinbahn ihr Angebot besser planen.

 Zunächst werden Bahnen der Wehrhahnlinie ausgestattet.

Zunächst werden Bahnen der Wehrhahnlinie ausgestattet.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Die Rheinbahn will genau ermitteln, wie viele Fahrgäste mit ihr unterwegs sind. Kostenpflichtiger Inhalt Bislang wird die Gesamtzahl statistisch errechnet. Um genauere Erkenntnisse zu erlangen, werden Sensoren in den Fahrzeugen verbaut.

In den neuen Bahnen HF6 sind solche Fahrgastzähler bereits vorhanden, auch in den bestellten HFx wird das der Fall sein. Busse werden bereits seit einiger Zeit mit dem System beschafft. Zudem ist jetzt beschlossen worden, dass zunächst die Bahnen der Wehrhahnlinie nachgerüstet werden. Diese 76 Fahrzeuge des Typs NF8U sollen 2025 allesamt über die neue Technik verfügen. Im Anschluss sind dann die 47 NF6 sowie 51 NF8 und NF10-Bahnen an der Reihe.

Mit den auf diesem Weg erstmals ermittelten Daten sollen dann Fahrgäste besser über die Auslastung informiert werden. Nicht nur können Prognosen gegeben werden, wie voll eine Bahn oder ein Bus wohl sein werden. Zudem kann unmittelbar vor Eintreffen etwa über die App angezeigt werden, wo der Zustieg am sinnvollsten ist, da dort die verbleibenden Kapazitäten am größten sind. Gut zu wissen etwa, wenn ein Kinderwagen oder Fahrrad mitgeführt wird. Auch die digitalen Anzeigetafeln sollen mit den Infos gefüttert werden. Vor Ende 2025 ist damit allerdings nicht zu rechnen.

Zudem wird es der Rheinbahn anhand der ermittelten Daten möglich sein, das Gesamtangebot spezifischer auf die Nachfrage an bestimmten Orten oder auch zu unterschiedlichen Zeiten zuzuschneiden. Im Hinblick auf die angestrebte Verkehrswende wären die Daten also eine notwendige Hilfe. So könnte das Angebot vor allem da erweitert werden, wo es besonders nötig ist. An anderer Stelle wären dann Einschnitte denkbar, wenn die Betroffenheit gering wäre.

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