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Düsseldorf: Wichtiges Projekt der Corona-Bekämpfung ist abgesichert

Sequenzierung an der Universität Düsseldorf : Wichtiges Projekt der Corona-Bekämpfung ist abgesichert

Die Landesförderung ist ausgelaufen, jetzt will die Stadt das wichtige Corona-Projekt für die Kontaktpersonennachverfolgung mit Bundesmitteln finanzieren.

Die Sequenzierung von positiven Corona-Proben in Düsseldorf soll nach Angaben von Gesundheitsdezernent Christian Zaum (CDU) jetzt mit Bundesmitteln abgesichert werden. Stadt und Heinrich-Heine-Universität (HHU) kooperieren bei der Sequenzierung, deren Vergütung laut Zaum nun direkt mit der Kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet werden soll.

Bis Ende Oktober hatte das NRW-Gesundheitsministerium  durch einen Zuschuss von 315.000 Euro das Pilotprojekt finanziert. Die Förderung soll aber laut  Ministerium nicht verlängert werden, in einem nächsten Schritt müsste es um die Implementierung in NRW gehen. Bei Sequenzierungen wird das Erbgut positiver Corona-Proben über  48 Stunden aufgeschlüsselt, neue Varianten können entdeckt und Infektionsketten nachgewiesen werden.

Nach einer Prüfung der gesetzlichen Vorgaben kommt die Stadtverwaltung zu dem Schluss, dass die zur Finanzierung notwendigen und vom Robert-Koch-Institut vorgegebenen epidemiologischen Verdachtsmomente erfüllt sind. Dazu zählen unter anderem: Impfdurchbrüche, der Verdacht auf Vorliegen einer VOC (Variant of Concern) oder einer VOI (Variant of Interest, zum Beispiel Omikron), die Reiseanamnese oder ein ungewöhnliches Ausbruchsgeschehen wie eine starke Zunahme der Fallzahlen innerhalb eines kurzen Zeitraums.

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Nach aktuellem Stand sei für jede positive Corona-Probe in Düsseldorf mindestens einer der Verdachtsmomente erfüllt, so Zaum. Er bezieht sich bei seiner Argumentation auf die Verordnung zur molekulargenetischen Surveillance (Überwachung) des Coronavirus. Für die HHU ist die neue Vorgehensweise der Stadt eine Erleichterung, denn die Forscher hatten zuletzt interne Gelder umgeleitet, um die für die Pandemiebekämpfung wichtige Sequenzierung weiter durchführen zu können. 

Bislang sind an der HHU rund 9400 positive Corona-Proben aufgeschlüsselt worden, die Daten werden  umgehend an das Gesundheitsamt weitergeleitet und bei der Kontaktpersonennachverfolgung eingesetzt.