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Düsseldorf: Wer übernimmt die Verantwortung?

Kommentar : Wer übernimmt die Verantwortung?

Einfach mal wieder frei sein, sorglos und unter Menschen – das wünschen sich in diesen Tagen sicher viele Düsseldorfer. Da würde eine Rheinkirmes sicher genau richtig kommen. Doch es stellt sich die Frage, wie eine solche Großveranstaltung stattfinden kann, ohne dass die Besucher untereinander Kontakt haben?

nicole.kampe
@rheinische-post.de

Eigentlich brauchen wir im Moment doch alle etwas, worauf wir uns freuen können. Ein bisschen Leichtigkeit, ein bisschen Spaß, ohne sich große Sorgen zu machen. Da würde so eine Kirmes gerade richtig kommen. Schausteller-Chef Oliver Wilmering geht sogar soweit und sagt: „Wir sind das Antidepressivum für die Bevölkerung, wir sind systemrelevant.“ Und dass er damit nicht so ganz unrecht hat, zeigen die Reaktionen auf seinen Vorstoß, das Volksfest in einer abgewandelten Form zu feiern. Schön wärs auf jeden Fall, am Ende muss aber jemand die Verantwortung übernehmen, sollte doch nicht alles nach Plan laufen. Wer will das sein? Stadt? Schausteller? Schützen? Alle zusammen? Eine Frage, an der das Projekt, so gut die Ideen auch sein mögen, scheitern könnte.