Düsseldorf: Weniger Teilnehmer bei "Dügida" und Gegendemos

Verkehrsstörungen in Düsseldorf: Wieder weniger Teilnehmer bei "Dügida" und Gegendemos

In der Düsseldorfer Innenstadt ist es am Montag erneut zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Bei der Kundgebung der islamkritischen "Düdiga" waren am Abend aber weniger Teilnehmer als in der Vorwoche vertreten. Bei der Abreise gab es Prügeleien unter Teilnehmern.

In der Vorwoche meldete die Polizei etwa 110 "Dügida"-Teilnehmern und 1000 Gegen-Demonstranten - und damit weniger Menschen als den vorherigen Veranstaltungen. Am heutigen Montag wurden auf beiden Seiten weniger Teilnehmer gezählt, erklärte ein Polizeisprecher auf Nachfrage unserer Redaktion um 18.50 Uhr. Gegen 20.30 Uhr, als sich der "Dügida"-Umzug auf dem Rückweg befand, konnten etwa 80 Personen auf Seiten der "Dügida" und rund 800 Gegendemonstranten geschätzt werden.

Die Gegendemonstranten begleiteten den "Dügida"-Umzug mit lauten "Raus"-Rufen und Trillerpfeifen. Vereinzelt flogen aus einer kleineren Gruppe auch Eier und Flaschen, sie Polizei setzte Tränengas ein. Insgesamt blieb es aber friedlich, so die Polizei.

Allerdings kam es bei der Abreise kam es im Hauptbahnhof zu Prügeleien zwischen Demonstrationsteilnehmern und Aggressionen gegen die einschreitenden Polizisten.

Dass die Teilnehmerzahlen abnehmen, fiel auch dieser Twitter-Nutzerin auf:

Und jeden Montag grüßt das Murmeltier... #dügida wird auch immer kleiner - 1000 Polizisten im Einsatz #düsseldorf pic.twitter.com/0rjX1d3wZz

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Gegen 19 Uhr begann die Kundgebung der nach Einschätzung des Verfassungsschutzes rechtsextrem unterwanderten "Dügida" und wurde mit einem Umzug fortgesetzt.

Parallel zur Veranstaltung der islamkritischen "Dügida" liefen mehrere Gegendemonstrationen der Organisation "Düsseldorf stellt sich quer". Autofahrer und Rheinbahn-Kunden mussten dementsprechend erhebliche Verkehrsstörungen in der City berücksichtigen.

Parkverbote an der Demostrecke

Ab 15 Uhr galten an der Strecke sowie an allen zur Demostrecke führenden Stichstraßen Parkverbote, die von der Polizei auch durch Abschleppdienste durchgesetzt werden können. Die Straßen Karl- und Graf-Adolf-Straße wurden für den Verkehr gesperrt. Auch die Rheinbahn war betroffen, weil der Demonstrationsweg nahezu sämtliche Straßenbahnlinien kreuzt. Busse und Straßenbahnen wurden umgeleitet, die Linie 719 fällt aus.

Die Rheinbahn riet, wenn möglich auf S- und U-Bahnen umzusteigen. Nach Schätzungen des Unternehmens sind 125.000 Fahrgäste betroffen. Seit 15 Uhr gibt es am Bürgertelefon der Polizei unter 0211 870 5555 aktuelle Infos zur Verkehrslage. Die Rheinbahn informiert auch auf ihrer Internetseite.

(rl)
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