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Düsseldorf: Was in Flingern und Düsseltal in diesem Jahr wichtig wird

Kommunalpolitik in Düsseldorf : Das wird in Düsseltal und Flingern 2022 wichtig

Metro-Campus, B8-Center und das ehemalige Telekom-Gebäude an der Sohnstraße könnten das Gesicht des Stadtteils nachhaltig verändern. Aber auch Mobilität und Wohnen spielen 2022 eine große Rolle.

Im Jahr 2022 werden große Bauvorhaben wie etwa der Metro-Campus, das B8-Center Flingern und das ehemalige Telekom-Gebäude an der Sohnstraße wichtige Projekte im Stadtbezirk 2. Die Grünen rechnen damit, dass diese nach der Fertigstellung einmal das Gesicht des Stadtbezirks wohl nachhaltig verändern werden.

Brigitte Reich, Philipp Schlee und Harald Schwenk teilen dazu mit: „Hier sind sowohl die Kommunalpolitik als auch die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich für nachhaltig geplante Vorhaben einzusetzen, von der die gesamte Stadtgesellschaft profitiert und die nicht später als Fremdkörper, ,Wohnfabriken’ oder ,Gated Communities’ (geschlossener Wohnkomplex, Anmerk. der Redaktion) wahrgenommen werden.“

Für Stephan Meyer von der FDP war die Entscheidung des Wettbewerbs für das Metro-Quartier das wichtigste städtebauliche Projekt des vergangenen Jahres. Er vermutet für die Zukunft: „Das neue urbane Quartier wird das östliche Flingern-Nord sehr verändern.“ Auf die Entscheidung im Empfehlungsgremium für den neuen Entwurf am B8-Center in diesem Jahr freut er sich bereits.

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Uwe Wagner (SPD), zweiter stellvertretender Bezirksbürgermeister, kündigt für 2022 an: „Für uns sind nach wie vor bezahlbares Wohnen und die Gestaltung der Mobilitätswende die wichtigsten Themen. Insbesondere bei der Planung der großen Projekte wie Sohnstraße 45 und Metro-Campus werden wir auf diese für uns besonders wichtigen Punkte wie Infrastruktur für Fahrräder und E-Mobilität achten.“

Für die Linke ärgert sich Monika Müller-Klar immer noch, „dass wir im gesamten vergangenen Jahr nicht ein Bauprojekt vorliegen hatten, wo genügend Sozialwohnungen vorgesehen waren. Wir Linken fordern 50 Prozent Sozialwohnungen. Deshalb konnte ich leider keinem der Bauprojekte zustimmen“.

Der CDU ist es neben der Stadtteilentwicklung wichtig, dass der Klimawandel stärker beachtet wird. „Jeder Baum ist wichtig. Es gilt auch, dass sich nicht jedes Grundstück für Wohnungsbau eignet, wie etwa das ehemalige industriell benutzte Gelände an der Dorotheenstraße 90/92“, sagt Achim Graf. Dass in einem Modellprojekt an der Albertstraße ein kleiner Wald entsteht, begrüßt er: „Ein mutiger Schritt für die neue Stadtteilentwicklung. Ähnliches kann sich die CDU an der Dorotheenstraße vorstellen.“ Beim Thema Verkehr will die Union den Lastring neu in den Blick nehmen. „Er gehört zu den größten Staufallen des Landes. Die Ortumgehung Flingern muss aktualisiert werden.“

Laut Grüne steht der Stadtbezirk 2 im Bereich Verkehr weiter vor Herausforderungen. Sie befürworten den Ausbau der Radwege rund um die Rethelstraße ebenso wie die Schaffung neuer Fahrradstellplätze und die geplante Einführung des Anwohnerparkens in weiteren Quartieren. „Dennoch sind wir gerade im dicht bebauten Stadtbezirk 2 weit von einer echten Verkehrswende und einer fairen Aufteilung des Verkehrsraums entfernt. Hier müssen Politik und Verwaltung weiter Tempo machen“, sagt das grüne Trio.

Müller-Klar von der Linke ist auch für die Einführung weiterer Anwohnerparkplätze, Parkplätze in Wohngebieten abzubauen, ist für sie der falsche Weg. Zu viele Menschen seien noch aufs Auto angewiesen. Außerdem sagt sie: „Es müssen Fahrradwege gebaut werden, aber nicht auf Kosten der Fußgehenden.“

Schwerpunkte der SPD sind noch die Themen Barrierefreiheit, Grünflächen und Kultur. Zum letzten Punkt sagt Wagner: „Wir hoffen, dass wir unsere Kultureinrichtungen wie BBK, Kabawil, Zakk und Plan D wieder bei ihren Aktivitäten unterstützen können. Insbesondere hoffen wir, dass das Flurstraßenfest am 4. Juni stattfinden kann.“ Wegen einer Baustelle werde es schwer für die Bürgerinitiative Flingern, die Trödelstände unterzubringen. „Wir werden daher fordern, die Bürgerinitiative bei der Ausrichtung des Straßenfestes finanziell zu unterstützen.“

Die Grünen sind froh, dass nach einer langen Planungsphase die letzte Hürde für das Hochwasserschutzprojekt an der Düssel entlang der Altenbergstraße genommen wurde und das Projekt auf den Weg gebracht werden konnte. Sie kündigen an, die Bauphase aufmerksam zu begleiten: „Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021, bei der zahlreiche angrenzende Grundstücke überschwemmt wurden, hat die Relevanz dieses Projektes verdeutlicht.“