Einladung der Schützen und des Bürgervereins Viele Spenden beim Jahresempfang in Düsseldorf-Oberbilk

Düsseldorf · Die Schützen und der Bürgerverein Oberbilk hatten zum Jahresempfang eingeladen. Ein wichtiges Thema war auch der Zusammenhalt im Düsseldorfer Stadtteil.

Schützen-Chef Torsten Petersen (l.) und Lutz Goebels, Vorsitzender des Bürgervereins, beim Jahresempfang.   Foto: tino

Schützen-Chef Torsten Petersen (l.) und Lutz Goebels, Vorsitzender des Bürgervereins, beim Jahresempfang. Foto: tino

Foto: Tino Hermanns

Wenn der Oberbilker Bürgerverein und der St.-Sebastianus-Schützenverein Oberbilk gemeinsam zu ihrem Jahresempfang einladen, ist fast jeder, der im Stadtteil aktiv ist, dabei. So glich das „Vereinswerk 1848“ an der Stoffeler Straße einem „Who-is-Who“. Zu dem Empfang in der von den Schützen betriebenen Gaststätte waren etwa der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek und Marion Warden, Kreisgeschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt, gekommen.

„Oberbilk ist ein Ort des Wandels, der Entwicklung – wie man an der Kölner Straße und am Wim-Wenders-Gymnasium erkennen kann. Das ist auch dem guten Netzwerk zu verdanken“, sagte Jarzombek. „Das Miteinander in Oberbilk hat Vorbildcharakter. Hier kennt man sich, hier hilft man sich auch über Parteigrenzen hinweg. Das ist nicht überall in Düsseldorf so.“

Für die Arbeiterwohlfahrt (Awo) hatten die Schützen eine Überraschung parat: Sie spendeten 200 Euro an den Kreisverband Düsseldorf, der in zahlreichen sozialen Feldern tätig ist. „Kaum bin ich hier, schon kann ich mich richtig freuen“, so Warden. „Ich weiß auch schon wofür die Spende verwendet wird: Sie geht an das Awo-Kreisjugendwerk.“ Außerdem spendeten die Schützen noch je 200 Euro an die Kindertagesstätten Pius X und Apollinaris, die beide wichtige Bildungs- und Betreuungsarbeit im Stadtteil leisten. Auch der Verein „Königinnen und Helden“, der sich für soziale Projekte engagiert, erhielt eine Spende. Den größten Scheck über 500 Euro erhielt aber die Damen-Fußballmannschaft des SV Oberbilk.

Insgesamt arbeiten die Schützen und der Bürgerverein eng zusammen, um die Oberbilker zusammenzubringen. „Wir versuchen, alle relevanten Gruppen in Oberbilk einzubinden, aber es ist schwer, Kontakte zu den Oberbilkern mit Migrationshintergrund aufzubauen“, sagte der Bürgervereinsvorsitzende Lutz Goebels. So sei die internationale Beteiligung an dem Empfang eher gering. „Unser wichtigstes Thema ist es, etwas gegen die zunehmende Einsamkeit zu tun“, erklärte Goebels außerdem. „Wir müssen mehr tun für den Zusammenhalt der Gesellschaft und das betrifft nicht nur die Alten.“

Schützenchef Torsten Petersen berichtete über gemeinsame Aktionen im Stadtteil. „Die Gespräche über den gemeinsam organisierten Martinszug und den Pop-up-Weihnachtsmarkt auf dem Oberbilker Markt laufen“, erläuterte er. „Vieles ist ohne den anderen eben nicht möglich. Deshalb reden wir viel mit anderen Vereinen und Institutionen.“ So wie auf dem gemeinsam Jahresempfang. Kein Wunder also, dass auch Marko Siegesmund (SPD), stellvertretender Bürgermeister des Stadtbezirks 3, urteilte: „Das Netzwerk Oberbilk funktioniert, die Struktur dafür steht.“