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Düsseldorf: Verein ruft zum Gedenken an Holocaust-Opfer auf

Internationaler Gedenktag am 27. Januar : Weiße Rosen für Holocaust-Opfer in Düsseldorf

Am 27. Januar wird weltweit der Opfer des Nationalsozialismus und des Holocaust gedacht. In Düsseldorf ruft der Verein Omas gegen rechts dazu auf, an Gedenkstätten weiße Rosen niederzulegen. Öffentliche Gebäude tragen Trauerbeflaggung.

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und des Holocaust werden am Mittwoch in ganz Düsseldorf die öffentlichen Gebäude Trauerbeflaggung tragen. Am 27. Januar vor 76 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit, an diesem Tag wird bundesweit und auf der ganzen Welt der Millionen Opfer gedacht. Auch die Ortsgruppe des Vereins Omas gegen rechts, der sich gegen Rassismus und Antisemitismus einsetzt, möchte sich mit einer besonderen Aktion beteiligen.

„Wir rufen dazu auf, am Mahnmal an der Toulouser Allee und am Gedenkstein auf dem Gelände des LVR-Klinikums weiße Rose abzulegen“, sagt Barbara Goerner, die bei dem Verein aktiv ist. Am Mahnmal in Derendorf könnten auch Schottersteine auf das Gleisbett gelegt werden, vor dem Gedenkstein seien auch Grablichte angemessen, erklärt Goerner: „Wir möchten mit diesen Gesten auch unter Corona-Bedingungen deutlich machen, dass wir der Opfer gedenken und alles geben, um unsere kostbare Demokratie und die Menschenwürde zu schützen.“

In Derendorf erinnert auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ein Mahnmal an mehr als 6000 Juden, die zwischen Oktober 1941 und Januar 1945 von hier aus in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden. In der damaligen Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Grafenberg, der heutigen LVR-Klinik Düsseldorf, wurden zwischen 1933 und 1945 psychisch Kranke und Behinderte zwangssterilisiert und im Rahmen der Euthanasie-Aktion T4 in Tötungsanstalten geschickt. An sie erinnert vor der Kirche auf dem Klinikgelände ein Gedenkstein.

Wer sich von zu Hause aus am Gedenken an die NS-Opfer beteiligen will, kann das zum Beispiel über eine Online-Aktion der internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem tun.