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Düsseldorf: Verdi ruft weiteren Streik für Donnerstag in Ämtern und Kliniken aus

Fast alle Ämter der Stadt betroffen : Verdi ruft zu weiteren Warnstreiks in Düsseldorf am Donnerstag auf

Am Dienstag fuhren keine Busse und Bahnen der Rheinbahn, am Donnerstag sollen in Düsseldorf weitere Warnstreiks folgen. Dann werden die Beschäftigten der LVR-Klinik und Sana-Kliniken in Benrath und Gerresheim sowie die der Stadtverwaltung ihre Arbeit niederlegen.

Die Gewerkschaft Verdi ruft für Donnerstag zu neuen Streiks in Düsseldorf auf. Nachdem am Dienstag keine Busse und Bahnen der Rheinbahn unterwegs waren, werden dann die Beschäftigten der LVR-Klinik Düsseldorf und Sana-Kliniken in Benrath und Gerresheim in den Warnstreik gerufen. Außerdem sollen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Düsseldorf streiken.

„Die vielfach beklatschten Heldinnen und Helden in den Krankenhäusern haben in diesen Corona-Zeiten die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitswesens für unsere Bürgerinnen und Bürger sichergestellt. Das muss sich auch im Geldbeutel wiederfinden“, sagt Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper.

„Die Arbeitgeber müssen Geld in die Hand nehmen damit die Berufe im Gesundheitswesen Aufwertung erfahren und mehr Menschen sich für diese Berufe entscheiden“, ergänzt sie.

Für das Gesundheitswesen führen die Tarifparteien zusätzliche Gespräche, um die spezielle Situation in den Blick zu nehmen. Verdi erwartet unter anderem eine Pflegezulage von 300 Euro, eine bessere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Begrenzung der Arbeitszeit im Rettungsdienst auf 45 Stunden pro Woche.

Zudem sollen die Versprechen aus der letzten Tarifrunde umgesetzt werden, auch im Gesundheitswesen die Pausen in Wechselschicht auf die Arbeitszeit anzurechnen und den Samstagszuschlag auf 20 Prozent anzuheben.

Nach zwei Verhandlungen – laut Verdi ohne ein Angebot der Arbeitgeber – erweitert die Gewerkschaft ihre Streiks in Düsseldorf. Sie ruft die Beschäftigten der Stadtverwaltung in den Streik. Betroffen sollen fast alle Ämter der Stadt sein.

„Die Kolleginnen und Kollegen, die in den vergangenen Wochen stark belastet waren und es weiter sind, haben eine Anerkennung verdient. Kein Angebot gleicht keiner Anerkennung“, sagt die Gewerkschaftssekretärin Britta Wortmann. Sie nennt Beispiele, vom Gartenamt, das unter Corona weiter das Stadtgrün gepflegt hat, bis hin zum Gesundheitsamt und dem Ordnungsamt, die für die Umsetzung der Corona-Regeln zuständig waren und sind.

„Gerade die, aber auch die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Ämtern haben in den vergangenen Monaten gezeigt, wie wichtig ihre Arbeit ist“, sagt Wortmann. „Dabei haben viele Kolleginnen und Kollegen, deren Bereiche geschlossen wurden, in anderen Bereichen ausgeholfen, wie zum Beispiel bei der Nachverfolgung, der Hotline oder dem Testzentrum.“

Außerdem sagt die Gewerkschafterin: „Insbesondere hier in Düsseldorf sind viele Stellen nicht besetzt. Der öffentliche Dienst scheint einfach nicht attraktiv genug. Das muss dringend geändert werden. Diese Situation geht auf die Knochen der Beschäftigten und zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger.“