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Düsseldorf: Verband inspiziert Sportstätten für Studenten-Olympia

Bewerbung für Spiele in Düsseldorf : Studenten-Olympia – Düsseldorf kurz vor dem Zuschlag

Kurz vor Bekanntgabe seiner Entscheidung hat der Internationale Hochschulsportverband FISU Spielstätten wie die Merkur-Spiel-Arena und Messe in Düsseldorf besichtigt. Der Region Rhein-Ruhr werden gute Chancen eingeräumt.

Wenige Tage, bevor der Internationale Hochschulsportverband FISU entscheiden wird, wer der Gastgeber der Studenten-Olympia 2025 sein wird, wurden nun Spielstätten und Herbergen in Düsseldorf und der Region Rhein-Ruhr besichtigt. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) bewirbt sich mit Städten wie Bochum, Duisburg, Essen, Mülheim an der Ruhr und eben der Landeshauptstadt für das Ausrichten der Weltsportspiele der Studenten 2025. Für die Spiele sind Hubs an den beiden Hauptclustern Messe Düsseldorf und Messe Essen als Veranstaltungs- und Logistikzentren vorgesehen. Die FISU World University Games (früher: Universiade) sind nach den Olympischen und Paralympischen Spielen die weltweit größte Multisportveranstaltung der Welt.

Vertreter von FISU, adh und der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen besuchten die beteiligten Kommunen. Die kommunalen Vertreter präsentierten unter anderem Sportstätten sowie Hotels und vermittelten ein Bild der potenziellen Gastgeber-Region. So wurden in Düsseldorf Merkur Spiel-Arena (Volleyball), Messe Düsseldorf (Tischtennis, Schwimmen), ISS Dome (Geräteturnen, Rhythmische Sportgymnastik), die Mitsubishi-Electric-Halle und das Castello für die Wettkämpfe im Basketball sowie Burg- und Rathausplatz sowie das Mannesmannufer für die Beachvolleyball-Spiele inspiziert. Zudem wurden auch die Hotels Hilton, Leonardo Royal Düsseldorf und das InterContinental besichtigt. Für die Unterbringung von Sportlern, offiziellen Vertretern und Gäste der Spiele brauche man in der gesamtem Region mehr als 60.000 Betten.

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 Im Zentrum des dreitägigen Besuchs stand nach adh-Angaben auch der intensive Austausch zum Veranstaltungskonzept. Dieses hat der adh in den vergangenen zwei Jahren insbesondere mit dem Bundesinnenministeriums, der Staatskanzlei NRW, der FISU sowie den Kommunen entwickelt.

Adh-Vorstandsvorsitzender Jörg Förster blickt zufrieden auf die Veranstaltung zurück: „Mit dem Inspektionsbesuch haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein im Bewerbungsprozess zur Ausrichtung der Rhine-Ruhr 2025 FISU Games gemeistert. Dank der großartigen Unterstützung unserer Partner ist es gelungen, der FISU – trotz der Corona-bedingt schwierigen Rahmenbedingungen – vielfältige Einblicke in die Sport- und Kulturregion Rhein-Ruhr zu ermöglichen und anstehende Herausforderungen gemeinsam zu besprechen.“ Man sei auf einem guten Weg, die Spiele nach NRW zu holen.

Auch der FISU gibt positive Signale. „Ich danke allen Beteiligten, dass wir die überzeugenden Bestandteile des deutschen Bewerbungskonzepts in der Region Rhein-Ruhr erleben durften. Wir haben allerorts die Begeisterung, den Willen und die Kraft gespürt, die 2025 FISU Games zu einem herausragenden Erlebnis für Studierende der ganzen Welt und die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland werden zu lassen“, sagte der kommissarische FISU-Präsident Leonz Eder. Er hoffe, „dass der deutsche Bewerbungsprozess in einen für alle Beteiligten glücklichen Abschluss mündet.“

Die Entscheidung über die Vergabe wird das FISU-Exekutivkomitee am 15. Mai 2021 bei seiner Sitzung in Düsseldorf treffen. Bei einem positiven Vergabeentscheid werden sich im Juli 2025 in der Region Rhein-Ruhr rund 10.000 Athletinnen und Athleten aus 170 Ländern begegnen und an zwölf Tagen in 18 Sportarten messen. Neben dem spitzensportlichen Vergleich stehen bei den Spielen auch die Themen Wissenschaft und Innovation sowie der interkulturelle Austausch im Fokus.

Das Veranstaltungskonzept sieht die Nutzung von 21 Sportanlagen an etablierten Standorten und auf Messeflächen in Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Essen und Mülheim an der Ruhr vor. Die bereits bestehenden beziehungsweise temporären Sportstätten liegen innerhalb eines 25-Kilometer-Radius und sind durch ein dichtes Verkehrsnetz verbunden, das ein kompaktes, modernes und insbesondere nachhaltiges Veranstaltungskonzept ermögliche.

Die Kosten für die Spiele werden mit rund 157 Millionen Euro beziffert, die hauptsächlich Bund und Land stemmen sollen und die eigentlich als Vorab-Investition in eine mögliche Olympia-Bewegung für 2032 gesehen wurden. Gut 20 Millionen Euro könnte der Gastgeber der Spiele über Startgebühren der teilnehmenden Länder einnehmen. Aus Kostengründen ist der Bau von Sportstätten nicht geplant. Es sollen nur bestehende Sportstätten genutzt werden wie die Messegelände in Düsseldorf und Essen sowie der Sportpark Duisburg, die aber renoviert und modernisiert werden müssten. Die erste Studenten-Olympiade in Deutschland war 1989 in Duisburg. Mehr als 500.000 Zuschauer sahen damals 2200 Sportlern zu.