Tote Fische in der Düssel Ursache für Fischsterben im Zoopark noch unklar

Update | Düsseltal · Die Suche nach den Hintergründen für das Verenden von 23 Fischen geht weiter. Anwohner vermuten einen Zusammenhang mit Bauarbeiten Ende Oktober.

 Die Feuerwehr im Einsatz im Zoopark.

Die Feuerwehr im Einsatz im Zoopark.

Foto: Margret Müller

(anbu/ale) Nach der Bergung zahlreicher verendeter Fische aus der Inneren Nördlichen Düssel im Zoopark am Samstag geht die Suche nach den Hintergründen weiter. Zur Klärung der Todesursache und zum Ausschluss einer für Fische ansteckenden Fischkrankheit wurden die Tierkörper laut einem Stadtsprecher zum „Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper“ in Krefeld transportiert.

Neue Erkenntnisse dazu liegen allerdings weiterhin nicht vor. Der Sprecher sagt: „Aufgrund des schon fortgeschrittenen Verwesungszustands lässt sich nach einer ersten Rückmeldung aus dem Labor keine Todesursache mehr erkennen.“ Die Ergebnisse einer eingeleiteten virologischen Untersuchung sind bisher noch nicht mitgeteilt worden.

Unterdessen stellen Nachbarn aus dem Umfeld des Parks eigene Vermutungen dazu an, was genau zu dem Verenden der Tiere geführt haben könnte. Eine Leserin, deren Name der Redaktion bekannt ist, wies darauf hin, dass die Innere Nördliche Düssel schon vor zwei Wochen kaum Wasser gehabt habe. Am Düker habe die Deutsche Bahn ab dem 17. Oktober Arbeiten unterhalb der Bahngleise in Derendorf durchgeführt. Zu diesem Zweck sei es notwendig gewesen, den Zufluss am Spaltwerk Heinrichstraße zu schließen, hatte es dazu in einer Meldung geheißen. Diese Bauarbeiten sollten bis zum 29. Oktober andauern.

Die Leserin war bei ihrer regelmäßigen Laufrunde auf den Zustand des Gewässers aufmerksam geworden – und merkt dazu an, dass es während der betreffenden Zeitspanne Ende Oktober für die Jahreszeit außergewöhnlich warm war. Schon in der vergangenen Woche habe sie tote Fische gesehen und sich mit der Landeshauptstadt in Verbindung gesetzt. Ihr und anderen Zooparkbesuchern und -anwohnern sei auch aufgefallen, dass es im Umfeld gestunken habe. Schließlich habe sie die Antwort bekommen, dass vergangenen Freitag ein Termin vor Ort stattfinden werde. Zu einem möglichen Zusammenhang dieser Beobachtungen mit dem Sterben der Fische nahm die Stadt am Dienstag auf Anfrage zunächst keine Stellung, kündigte eine Antwort aber für Mittwoch an.

Am Samstag waren Feuerwehr und Tierrettungsdienst vor Ort gewesen und hatten vor einem kleinen Stauwehr an einer Fußgängerbrücke insgesamt 23 tote Fische geborgen, wie die Stadt auch bestätigt hatte. Zahlreiche Passanten nahmen die Maßnahme wahr. Bei den Fischen hatte es sich den Angaben zufolge um die Arten Brassen, Flussbarsch, Döbel und Karpfen gehandelt. Die Feuerwehr Düsseldorf sei bei ihrem Einsatz vom Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz unterstützt worden, hieß es dazu weiter.

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