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Düsseldorf-Urdenbach: So war der Weihnachtsmarkt vor dem Advent

In Düsseldorf-Urdenbach : Traditionsmarkt vor dem Advent

In Urdenbach hatten die Marktorganisatoren sogar die Übertragung des Fortunaspiels sichergestellt.

An manchen Stellen sprengte die Zahl der Gäste am Samstagnachmittag die schmale Hochstraße in Urdenbach – zwischen Reibekuchen und Odebacher Weihnachtsbier, Gebasteltem und Gebackenen, zwischen Menschen, die sich kannten und neuen Besuchern.

Eine Woche vor dem ersten Advent ist der  Urdenbacher Weihnachtsmarkt für viele ein Muss-Termin. „26 Stände haben wir in diesem Jahr, und wie immer ist kein Kommerz dabei“, sagt Ralph Meinhold von der Urdenbacher Siedlungsgemeinschaft. Er organisiert  ehrenamtlich den traditionellen Markt „von Urdenbacher, für Urdenbacher“. „Und natürlich bringen die Urdenbacher auch immer mehr Leute mit.“ Während die Zahl der Besucher steigt, bleibe die Anzahl der Stände und auch der Großteil der Anbieter konstant, sagt er.

Die Kindertagesstätte Plenty4Pänz bot schöne Haarspangen, nachhaltige, weil  wiederverwendbare Abschminkpads und Tücher aus Bienenwachs. „Alles selbstgemacht“, sagt Ruth Steeg strahlend. Berge von Plätzchen hätten die Eltern gebacken und verkauft. „Der Markt ist total schön. Ich treffe Nachbarn und Bekannte, und bei den selbstgemachten Sachen guck ich mir gerne etwas ab“. schwärmt Therese Ludwigs. Marianne Both und ihre Mitstreiter von der Erntedankgruppe Odebacher Kürbisköpp sind wahre Baumeister süßer Kreationen. Hier kommen Kakaoliebhaber auf ihre Kosten, nicht nur geschmackmäßig, sondern kreativ verpackt: als „Eistüte“ geformt, mit einem freundlichen Gesicht und einer Struwwelfrisur aus Marshmallows.

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„95 Kilo Reibekuchenteig haben wir gebacken“,  zog Torsten Winter, Chef der Gaststätte „Zum Ausleger“ am Abend Bilanz seiner Gemeinschaftsaktion mit Udo Roth vom  „Extratour zum Alten Rhein“. Und es wurde nicht nur gegessen, sondern auch gekauft: „Wir hatten  25 Adventskränze und etliche Nikolausfiguren, um 16 Uhr waren wir blank, berichtete Ralph Meinhold.  Bei „Stichelig“–  einem der neuen Stände – gab es Selbstgenähtes für ganz kleine Leute: Hosen, Mützen, Lätzchen, Mini-Pantoffeln, jedes Stück mit Rheinturm.

Den Reinerlös spenden die Markt-Bestücker alljährlich für einen guten Zweck im Stadtteil. „Dieses Mal unterstützen wir den neuen  Kindergarten an der Süd-Allee“, erklärt Meinhold. Bei der Ausstattung der Kindergruppen seien noch Wünsche offen. Mit Hilfe der Organisation It’s for Kids, ließe sich der Betrag sogar verdoppeln. Dass sich die Besucher durch das Bundesliga  Spiel Fortuna gegen Bayern München nicht vom Adventsmarkt abhalten ließen, freut Uwe Meinhold. Aber es war auch vorgesorgt. „Wir hatten Radios an einigen Ständen und konnten damit die Leute auf dem Laufenden halten“, verrät er. Das Wetter sei im Vergleich zum Vorjahr ein Pluspunkt gewesen.