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Düsseldorf-Unterrath: S-Bahn mit 21 Menschen in Unterführung steckengeblieben

21 Menschen befreit : S-Bahn in Düsseldorfer Unterführung steckengeblieben

In Düsseldorf ist am Samstagabend eine S-Bahn in einer Unterführung im Stadteil Unterrath steckengeblieben. Eine Person wurde leicht verletzt. Für den Zwischenfall könnte eine Eule gesorgt haben.

Die Feuerwehr hat am Samstagabend in Düsseldorf-Unterrath 21 Personen aus einem Zug der Linie S 11 befreit. Die S-Bahn war stehengeblieben, weil ein Fahrdraht der Bahnstrecke zwischen dem Düsseldorfer Hauptbahnhof und dem Flughafen gerissen war.

Der erste Alarm erreichte die Düsseldorfer Feuerwehr um 19.18 Uhr. Es hieß, ein Zug der S 11 sei in der Unterführung Höhe Kieshecker Weg – dort befindet sich der Abzweig zum Flughafen – stehengeblieben. In der ersten Meldung über die Notrufnummer 112 war von einem Brand im Führerhaus die Rede, was sich vor Ort dann aber nicht bestätigte.

Fünf Minuten nach dem Alarm waren die Einsatzkräfte am Zug. Um ihn gefahrlos betreten zu können, musste zuerst die Bahnstrecke gesperrt werden. In Absprache mit dem Notfallmanager der Bahn wurde anschließend die Oberleitung vor und hinter dem Zug geerdet. Dann wurden die 20 Passagiere und der Zugführer aus der Bahn begleitet und zur S-Bahn-Haltestelle Unterrath geleitet. Eine Person wurde leicht verletzt und musste zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden.

Für knapp zwei Stunden war der Schienenverkehr im Raum Düsseldorf eingeschränkt, so lange dauerte auch der Einsatz für die 45 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Der Fahrdraht konnte in der Nacht repariert werden, laut Bahn AG konnte der Verkehr zum Betriebsstart am Sonntag wieder aufgenommen werden.

Die Untersuchungen zur Ursache des Zwischenfalls laufen noch. Laut Bundespolizei könnte aber eine tote Eule, die an der Strecke gefunden wurde, Ursache für einen Kurzschluss und das Reißen des Fahrdrahtes gewesen sein.

(mba/dpa)