Düsseldorf: Unternehmen bieten Fitness für Mitarbeiter an

Mitarbeiter-Fitness : Firmen machen Mitarbeiter fit

Viele Unternehmen setzen beim Wettbewerb um die besten Fachkräfte inzwischen auf Zusatzangebote für die Work-Life-Balance. Arbeitgeber wie Vodafone oder die Rheinbahn bieten sogar ein Fitnessstudio für die Mitarbeiter.

Angesichts des drohenden Fachkräftemangels ist der Wettkampf um die besten Köpfe längst in vollem Gange. Unternehmen wissen, dass dabei inzwischen mehr zählt als das Gehalt. Auch flexible Arbeitszeiten sind gefragt, ein angenehmes Büro-Umfeld – und eben besondere Goodies wie ein kostenloses Sportangebot nahe dem eigenen Büro. Davon profitieren oft beide Seiten: Denn gerade für Büro-Mitarbeiter, die viele Stunden am Tag sitzen, ist das Fitnessprogramm nicht nur Freizeitspaß, sondern vor allem auch aktive Gesundheitsvorsorge.

Zu den Vorreitern beim Thema Fitness gehört in Düsseldorf Vodafone. Der Mobilfunkkonzern hatte bereits 1997 in der früheren Zentrale am Seestern ein Fitnessstudio für Mitarbeiter – und das kam auch beim Umzug auf den neuen Campus 2012 mit. Rund 300 Quadratmeter groß ist das Studio, in dem eine Reihe von Geräten genutzt werden können, dazu kommt ein Kursraum, in dem es ein vielfältiges Kursprogramm gibt – einige am Morgen, noch mehr am Nachmittag und bis in den Abend.

Darunter sind ruhigere Programme wie das besonders beliebte Pilates oder Wirbelsäulengymnastik, aber auch solche, bei denen man ins Schwitzen kommen kann. Das kommt an: Rund 2700 Besuche im Monat werden gezählt, Tendenz steigend. „Abends ist es hier manchmal richtig voll“, sagt Vodafone-Sprecherin Tanja Vogt. Das Angebot ist kostenlos für alle Mitarbeiter, allerdings nur mit einer Bescheinigung vom Betriebsarzt nutzbar. „Und es ist auch immer ein Trainer hier auf der Fläche, wenn das Studio geöffnet ist.“

Auch die Rheinbahn hat seit dem vergangenen Jahr ein kleines Fitnessstudio – vor dem Umzug nach Lierenfeld wurde es langfristig geplant, zumal die Lieferung der Geräte ausgeschrieben werden musste. „Inzwischen wird es schon gut angenommen“, berichtet Rheinbahn-Mitarbeiterin Nora Straatmann, die bei der Einrichtung des Studios mitgewirkt hat. Besonders angesprochen seien natürlich die Bus- und Bahnfahrer, die durch ihre sitzende Tätigkeit nicht selten Rücken- oder Hüftprobleme haben. Damit sich das Sportangebot mit den Schichtdienst-Zeiten kombinieren lassen, ist das Studio täglich von 6 bis 20 Uhr geöffnet.

Bei Uniper gibt es nach Angaben des Unternehmens zahlreiche Gesundheitsinitiativen. „Mit unserem Gesundheitsmanagement wollen wir unsere Mitarbeiter in die Lage versetzen, ihre Gesundheit aktiv und selbstständig zu schützen und zu verbessern“, teilt Uniper auf Anfrage mit. Dazu gehöre das Fitnessstudio im Gebäude Capricorn im Medienhafen, das allen Mitarbeitern zur Verfügung steht. Weil der Energieversorger kürzlich noch ein weiteres Gebäude nebenan bezogen hat, wurde für das Studio ein neues Ausstattungskonzept entwickelt, das das Feedback der bisherigen Benutzer berücksichtigt: „In Zukunft können unsere Mitarbeiter hier trainieren, wobei ihnen qualifizierte Fitnesstrainer zur Seite stehen, die Kurse anbieten und unsere Mitarbeiter beim richtigen Training an den Geräten unterstützen.“ Auch der Nachbar Trivago hat einen Fitness-Raum – und sogar eine 300 Meter lange Laufbahn auf dem Dach.

Beim Henkel-Konzern gibt es kein Studio, aber eine Kooperation. Anlässlich seines 100-jährigen Firmen-Bestehens hatte das Unternehmen der Stadt den Sportpark Niederheid geschenkt, woraus der SFD’75 entstand. Der Verein sei Partner von Henkel im Bereich Sport und Freizeit, teilt eine Sprecherin mit: Regelmäßig würden fast 100 Kurse angeboten, von Yoga über Wirbelsäulengymnastik bis hin zu Personal Training. Auszubildende werden bei den Kursgebühren durch Henkel unterstützt.

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