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Düsseldorf: Uniklinik-Mitarbeiter demonstrieren für Entlastungsvertrag

Neunte Streikwoche in Düsseldorf : Uniklinik-Mitarbeiter demonstrieren erneut für bessere Arbeitsbedingungen

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft Mitarbeiter der Unikliniken erneut zu einem Protestzug auf. Am Mittwoch wollen die Tarifbeschäftigten vom Gesundheitsministerium am Fürstenwall bis zum Landtag ziehen.

Mitarbeiter der Düsseldorfer Uniklinik (UKD) und der übrigen fünf Unikliniken in Nordrhein-Westfalen gehen am Mittwoch (29. Juni) in der Landeshauptstadt erneut für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße. Um 11 Uhr will man sich am Gesundheitsministerium am Fürstenwall treffen und von dort weiterziehen bis zur Landtagswiese, wo um 13.30 Uhr eine zentrale Kundgebung geplant ist. Verkehrsteilnehmer müssen in dieser Zeit mit Einschränkungen rechnen.

Die Uniklinik-Mitarbeiter in Düsseldorf, aber auch an den anderen Häusern wie in Aachen oder Köln sind bereits seit neun Wochen im Streik. Im zähen Streit um bessere Arbeitsbedingungen fordern sie einen Entlastungsvertrag für Mitarbeiter in der Pflege, aber auch in anderen Bereichen wie IT, Küche oder Service. Darin sollen unter anderem die Festlegung von Mindestpersonalausstattungen für Stationen, die Vereinbarung eines Verfahrens zur Feststellung von Belastungssituationen und Regelungen zum Belastungsausgleich fixiert werden. Auch die Bedingungen in der Ausbildung sollen verbessert werden: So soll es mehr Zeit für Nachwuchskräfte geben, die Qualität der Ausbildung insgesamt steigen.

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Wegen der Streikwelle ist die Düsseldorfer Uniklinik seit Wochen im Krisenmodus. Die Patientenversorgung ist angespannt, die Klinik von der Notfallversorgung abgemeldet. Patienten sollen nicht von sich aus die Zentrale Notaufnahme ansteuern, da es Personalprobleme gibt. Teilweise müssen nicht nur nicht-dringlliche, sondern auch dringliche Operationen verschoben werden.

Die Personlausfälle treffen inzwischen auch andere Bereiche wie die Blutzentrale. Die Zentrale blieb in der vergangenen Woche für zwei Tage für Vollblutspenden geschlossen. Dass die Zentrale auch in den Wochen zuvor immer wieder die Kapazitäten einschränken musste, passiert zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: In Düsseldorf, aber auch bundesweit gibt es wegen der Urlaubszeit und eines generellen Spendenrückgangs wegen der Corona-Pandemie einen akuten Blutkonservenmangel – es kommt auf jede Spende an.

Operationen, die zum Beispiel in der Hochzeit der Pandemie verschoben wurden und jetzt eigentlich nachgeholt werden sollen, können deswegen teilweise nicht durchgeführt werden. Der überwiegende Teil der Blutempfänger der UKD-Blutspendezetrale sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit bösartigen Erkrankungen wie Blutkrebs (Leukämien), Lymphknotenkrebs (maligne Lymphome) oder Krebserkrankungen anderer Organe. An den Sana-Kliniken reichen die Blutkonserven oft nur noch für die Notfallversorgung.