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Düsseldorf: Ungewöhnliche Fotosession beim Ballett am Rhein

Düsseldorfer Tänzer vor der Kamera : Ungewöhnliche Fotosession beim Ballett am Rhein

Kulturschaffende haben besonders unter der Pandemie gelitten. Der Düsseldorfer Fotograf Alexander Vejnovic nutzte ein Stipendium für ein außergewöhnliches Projekt.

Hochgezogene Schultern, große Augen, ausgestreckte Hände: Die Fotoreihe von Alexander Vejnovic tanzt buchstäblich aus der Reihe. Durch ein Stipendium der Bundesregierung bekam der Düsseldorfer Fotograf die Möglichkeit, die Tänzer des Balletts am Rhein zu einem ungewöhnlichen Fotoshooting einzuladen. Statt der üblichen Ballettfotos wollte Vejnovic eine Nähe zwischen Kamera und Fotomodell herstellen und überließ den Tänzern somit viel Spielraum vor der Linse, um sich selber auszuprobieren und zwischenmenschliche Nähe herzustellen.

Für sein Projekt fokussierte er sich auf die internationale Compagnie des Ballettdirektors Demis Volpi. Die Tänzer, welche unter anderem aus Europa, Asien, Amerika und Kanada  stammen, nahmen sich zwischen Probe, Training und Stretching für Vejnovic und seine Kamera Zeit. „Sie hatten große Lust mitzumachen, weil die lange Zeit ohne öffentliche Auftritte auch etwas mit ihnen gemacht hat“, sagte Vejnovic, der die Auswirkungen der Pandemie selbst durch Umsatzverluste zu spüren bekommen hatte.

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Das Ergebnis seiner Idee sind außergewöhnliche Porträtaufnahmen der Tänzer, die in der Interaktion mit dem Fotografen eine eigene Choreographie entwickelten. Die Porträts zeigen beispielsweise die 22-jährige Neshama Nashman aus Kanada, die gebannt auf ein Nichts in ihren offenen Händen sieht, oder den 19-jährigen Miquel Martínez Pedro aus Spanien, der die Schultern zu den Ohren hochzieht und mit großen Augen in die Kamera schaut.

Sowohl für Vejnovic  als auch für die Tänzer des Balletts am Rhein war das Projekt eine völlig neue Erfahrung. Ohne Choreographie mussten sich die Tänzer auf die Kamera einlassen, während Vejnovic diese spontane Interaktion mit der Kamera und die damit verbundene Intimität einfing. „Mir hat das Stipendium eine künstlerische Arbeit ermöglicht, für die ich einfach einmal danke sagen möchte,“ sagt Vejnovic, „gemeckert wird schließlich schon genug.“ Alle Porträtaufnahmen der Tänzer sind auf der Website des Fotografen unter www.das-fotostudio-duesseldorf.de zu sehen.