Düsseldorf und das Land NRW planen gemeinsam am Landtag

Baustart ins Ende 2021 : Stadt Düsseldorf und Land planen gemeinsam am Landtag

Seit zwei Jahren wird diskutiert, nun startet der Wettbewerb für die Erweiterung des Parlaments am Rhein. Im Januar können sich die Bürger informieren.

Stadt und Land arbeiten bei der Erweiterung des Landtags und der Verschönerung des Umfelds eng zusammen. Am Montag wurde die Rahmenvereinbarung für die Projekte unterzeichnet, am Tisch saßen dabei der Präsident des Landtags, André Kuper, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Finanzminister Lutz Lienenkämper.

Aus Sicht der Düsseldorfer besonders wichtig: Die Rheinuferpromenade soll in den Medienhafen verlängert werden, auch wird das hässliche Parkhaus auf der Wiese gleich gegenüber des Landtag-Eingangs abgerissen und der Bürgerpark Unterbilk erweitert.

Die beiden Seiten haben sich auf einen europaweiten zweistufigen Architekten- und landschaftsplanerischen Wettbewerb geeinigt. In diesem geht es einerseits um die Erweiterung des Landtagsgebäudes (Auftraggeber Landtag) und andererseits um die Freiraumplanung (Auftraggeber Stadt). Die Federführung hat in beiden Fällen der Landtag.

Der Zeitplan sieht so aus: Zu Jahresbeginn soll das Verfahren offiziell öffentlich bekannt gemacht werden. Am 15. Januar findet um 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Im November werden die Vorschläge ausgestellt, Baustart ist Ende 2021. OB Geisel betont, dass mit dem Land auch noch ein Flächentausch stattfand, der den Bau der neuen Alltours-Zentrale am Rheinufer ermöglicht. Auch insofern sei dieses Projekt ein großer Gewinn für die Landeshauptstadt.

Das 1988 fertiggestellte Landtagsgebäude war ursprünglich für drei Fraktionen geplant und wurde im Bauverlauf für vier Fraktionen umgeplant. Heute sind es fünf Fraktionen und die Verwaltung des Landtags ist auf drei Liegenschaften in Düsseldorf verteilt.

Die jetzt getroffene Rahmenvereinbarung, die die kooperative Zusammenarbeit festlegt, geht zurück auf den in Februar 2017 zwischen der Landesregierung, dem Landtag und der Landeshauptstadt vereinbarten Letter of Intent zur Bebauung des Rheinturmgrundstücks.

Im Landtag wurde inzwischen eine Baukommission eingerichtet, der das Präsidium des Parlaments und je Fraktion ein Abgeordneter angehören. Sie soll das Raumprogramm festlegen und den Architektenwettbewerb begleiten.