Matthias Schweighöfer: "Düsseldorf und Bambi – das war herrlich"

Matthias Schweighöfer : "Düsseldorf und Bambi – das war herrlich"

Matthias Schweighöfer hat beste Erinnerungen an die Landeshauptstadt. Morgen feiert er im Frankenheim-Kino eine besondere Premiere.

In "What a Man" treten Sie erstmals als Regisseur an, sind aber gleichzeitig noch Produzent, Co-Drehbuchautor und Hauptdarsteller. Wie kann ein Mann so viele Aufgaben gleichzeitig überhaupt bewältigen?

Schweighöfer: Das geht mit einem guten Team und guter Vorbereitung.

Welche dieser vier Aufgaben war für Sie die spannendste?

Schweighöfer: Eigentlich die, Regisseur zu sein. Es ist toll, dass man den Film fertig mischt, dass man an allen Produktionsschritten beteiligt ist und auch sagen kann, wo's langgeht, also die Entscheidungen treffen darf.

Wenn Ihnen die Arbeit als Regisseur so viel Spaß macht, was bedeutet das dann für Ihre künftige Laufbahn?

Schweighöfer: Ich werde natürlich immer weiter spielen, aber auch versuchen, weiter Filme zu machen. Und natürlich meine eigene Produktionsfirma weiterführen. Mir gefällt es, bei meiner Lebens- und Arbeitszeit Mitsprache zu haben. Das geht eben mit einer eigenen Firma.

Diese Aufgaben-Konzentration kennt man im deutschen Kino vor allem von Til Schweiger, in dessen Filmen "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" Sie ja auch mitgespielt haben. War er für Sie ein Vorbild?

Schweighöfer: Natürlich habe ich mich da auch an Til orientieren können. Und dass ich das jetzt alles gemeinsam machen kann, ist für mich der größte Luxus, den ich mir vorstellen kann.

Ihre Hauptfigur Alex ist noch mitten in der Mann-Werdung. Weichei oder Macho lautet die Frage. Wann ist ein Mann denn nun ein Mann?

Schweighöfer: Für mich ist ein Mann ein Mann, wenn er weiß, was er will und wenn er sich entscheiden kann.

Dann haben Sie's ja schon geschafft.

Schweighöfer: Na ja, auf der einen Seite kann ich schnell entscheiden, l ob eine Szene gut ist oder nicht. Aber andere Entscheidungen schiebe ich schon gerne mal länger vor mir her. Wenn ich zum Beispiel morgen zum Zahnarzt müsste, könnte es sein, dass erst noch einer oder mehrere Filme fertig werden, bis ich wirklich gehe.

Das heißt, Sie waren schon länger nicht mehr beim Zahnarzt?

Schweighöfer: Ein Jahr ist es sicher her.

Wie viel von der Hauptfigur Alex steckt in Matthias Schweighöfer?

Schweighöfer: Es sind schon autobiografische Sachen drin und es gibt auch Züge, die Alex hat, die ich auch habe: Humor und Neugierde zum Beispiel. Aber ich habe dennoch versucht, die Figur weit weg von mir persönlich zu entwickeln.

Der Titelsong "What a man" wird von Lena gesungen. An die hat Düsseldorf beste Erinnerungen, weil sie der Stadt den ESC bescherte.

Schweighöfer: Lena ist eine gute Freundin von mir. Wir kennen uns seit knapp zwei Jahren, haben uns bei der Synchronisation von "Sammys Abenteuer" kennen gelernt. Ich habe ihr vorgeschlagen, den Song "What a man" zu covern. Es war einfach so. Ich wollte einen Film mit vielen Freunden machen.

Am 18.August ist NRW-Premiere im Düsseldorfer Frankenheim-Kino. Kennen Sie die Stadt und das Kino?

Schweighöfer: Ich kenne Düsseldorf, oder besser: Ich habe beste Erinnerungen an die Stadt. Ich habe dort 2007 einen Bambi bekommen. Das war herrlich. Das Kino kenne ich allerdings nicht. Wie viele Leute gehen denn da rein?

Etwa 2000.

Schweighöfer: Puh.

Mit welchen Erwartungen reisen Sie zur Premiere morgen an?

Schweighöfer: Ach, ich wünsche mir einfach, dass es ein schöner Abend wird, die Leute lachen und sich unterhalten fühlen. Und ich anschließend einfach ein Schnitzel essen kann.

Jutta Laege führte das Gespräch

(RP)