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Düsseldorf​: Türprobleme bei neuem Rheinbahn-Zug legen Strecke lahm​

Nahverkehr in Düsseldorf : Türprobleme bei neuem Rheinbahn-Zug legen Strecke lahm

Schon wieder streikte ein Zug aus der neuen Rheinbahn-Baureihe HF6 – angeblich ohne Zusammenhang zu den früheren Problemen. Die Auswirkungen für den Bahnverkehr in Düsseldorf waren groß.

Erneut hatte die Rheinbahn nach Informationen unserer Redaktion mit Problemen bei der Türsteuerung einer neuen Stadtbahn zu kämpfen – mit erheblichen Auswirkungen für die Fahrgäste. Am frühen Montagmorgen blieb ein Zug aus der kürzlich in Betrieb gegangenen Baureihe HF6, der auf der Linie U75 unterwegs war, in Höhe des Barbarossaplatzes für 40 Minuten auf der Strecke stehen. Dadurch kamen auch die Züge der vier weiteren Stadtbahnlinien auf dieser Strecke nicht voran.

Die Rheinbahn kommunizierte die Störung um 5.49 Uhr über ihre Verkehrsmeldungen bei Twitter, ohne Details zu nennen. Am Donnerstag bestätigte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage, dass es sich um einen der ersten verkehrenden Züge vom Typ HF6 gehandelt habe. Die Züge waren kurz nach der Inbetriebnahme wegen Problemen mit der Türsteuerung aus dem Betrieb genommen worden. Sie werden inzwischen wieder eingesetzt, weil der Fehler laut Rheinbahn in Zusammenarbeit mit dem Hersteller behoben worden ist.

Die Sprecherin bestätigt, dass auch am Montag ein Fehler im Bereich Türen/Trittstufen vorgelegen habe. „Mit den Softwareproblemen im Juni hatte der Vorfall aber nichts zu tun.“ Es habe sich um eine Störung gehandelt, wie sie bei jedem Zug auftreten könne. Allerdings sei die Behebung nicht wie geplant gelaufen: Am Fahrzeug sei eine weitere automatische Sicherheitsschleife ausgelöst worden. Dadurch habe der Zug so lange nicht weiterfahren können.

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Die neue Wagenserie, die aus insgesamt 59 Zügen für 194 Millionen Euro besteht, verursachte schon wegen Verzögerungen bei der Fertigung Schlagzeilen. Auch hier war die Türsteuerung ein Thema. Im Linienbetrieb zeigten sich dann erneut Probleme an den Türen, die aber laut Rheinbahn vorab nicht aufgetreten waren.

Zuletzt zeigte sich die Rheinbahn zuversichtlich, dass die Probleme behoben sind. Anfang des Monats hieß es, zwei bis drei Zwei-Wagen-Züge der Bahnen vom Typ HF6 seien derzeit auf der U75 im Einsatz. Es habe viermal Probleme mit den Trittstufen gegeben, allerdings nicht wegen des zuvor aufgetretenen Fehlers. Störungen seien in der Einführungsphase von neuen Bahnen nicht ungewöhnlich.

Im Juli kam es zu einem Zwischenfall mit anderer Ursache: Ein ausgeklappter Spiegel schlug am Luegplatz gegen einen Mast, klappte zurück und zerschlug die Frontscheibe eines HF6. Zwei Personen wurden verletzt, darunter der Fahrer.