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Düsseldorf: Tim Tegtmeier ist heiß auf Eis

Neueröffnung in Düsseldorf : Tim Tegtmeier ist heiß auf Eis

Süßspeisen sind sein Metier. Jetzt serviert der Pâtissier Tim Tegtmeier selbst gemachtes Eis auf dem Carlsplatz und hat ein hehres Ziel: Damit mal die Weltmeisterschaft der Eismacher in Rimini zu gewinnen.

Tim Tegtmeier traut sich was: In einer Zeit, in der es in der Düsseldorfer Gastronomie kaum Neueröffnungen gibt, dafür aber Krisenstimmung, eröffnete der 31-Jährige einen neuen Laden auf dem Carlsplatz. Nach Pure Pastry will er nun mit Pure Ice durchstarten. Der Pâtissier, der vor seiner Selbst­ständigkeit unter anderem bei Sterne­koch Joachim Wissler im Vendôme arbeitete, verkauft das Eis direkt aus der Eismaschine – mit Pistazien aus Sizilien oder Vanille aus Madagaskar. Er könne sich noch sehr gut an eine sehr witzige Erfahrung mit Eis erinnert, berichtet Tegtmeier im rosafarbenen Hoodie bei einem Besuch an seinem neuen Stand. „Ich und mein Cousin waren als Kind mal in einem Freizeitpark, da gab es einen Softeis-Automaten, und der war kaputt, sodass wir Eis bekamen, ohne dafür zahlen zu müssen. Mein Cousin und ich holten ständig Nachschub, bis sich meine Mutter und meine Tante wunderten. Als wir mit der Sprache herausrückten, mussten wir natürlich alle lachen.“  Warum Eis? „Ich liebe Eis, und natürlich hat das auch einen ganz praktischen Grund: Im Sommer lässt sich Eis besser verkaufen als Pralinen, obwohl die ja auch total lecker sind.“ Seine Ausbildung machte Tim Tegtmeier im Landhaus Mönchenwerth in Meerbusch-Büderich, im Vendôme war er der Chef-Pâtissier. 2015 erhielt er den Titel „Pâtissier des Jahres“. Neben Törtchen und Macarons gibt es jetzt also auch Eis – allerdings nicht in den Größen S, M und L, Tegtmeiers Größen tragen die Namen Eis, Eis Baby, Sexy Ice und Eis mit Stil.

Geholfen haben ihm bei der Umsetzung seines neuen Standes ausschließlich Düsseldorfer Handwerker, wie Tegtmeier sagt. „Das war mir wichtig, hier in der Corona-Krise ein wichtiges Zeichen zu setzen.“ Ein Messebauer war dabei. Die Folien kamen von der Druckbar, Malermeister Daniel Otremba pinselte alles rosa.

Gute Anregungen holte sich Tegtmeier, dessen Mutter übrigens die quirlige Kaffeereich-Chefin Ursula „Uschi“ Wiedenlübbert ist, in Rimini auf der großen Eis- und Pastry-Messe. Dort findet auch die Weltmeisterschaft der Eismacher statt. „Natürlich ist es mein Ehrgeiz, diese mal zu gewinnen, aber ich habe es damit nicht eilig. Der Laden muss jetzt erst mal laufen.“