Düsseldorf: Tierschützerin beklagt Verschwinden von Raben

Düsseldorfer Hofgarten : Tierschützerin beklagt Verschwinden von Raben

Eine Tierschützerin befürchtet, dass jemand Rabenkrähen im Düsseldorfer Hofgarten getötet haben könnte. Das Gartenamt verweist jedoch darauf, dass der Park ein befriedeter Bezirk ist.

Seit einem Jahr geht die Tierschützerin Ulrike Park regelmäßig zur Fütterung von Vögeln in den Hofgarten. Dabei ist der Frau in der vergangenen Woche das Fehlen von rund 50 Rabenkrähen aus dem Hofgarten aufgefallen. Dabei habe ihr ein Anwohner berichtet, dass er in dem Park Schüsse gehört habe. Deshalb sucht sie nun mit Plakaten im Hofgarten nach Hinweisgebern. „Raben sind revierbildend und verschwinden nicht einfach so“, erzählt sie. Ihre Vermutung ist, dass jemand die Tiere getötet haben könnte. Denkbar ist für die Frau auch, dass die Tiere im Auftrag des Gartenamts beseitigt wurden.

Die Stadt hat laut Sprecherin Valentina Meissner jedoch weder Tiere töten lassen, noch wisse man von Fällen von Wilderei. Auch ein Fehlen von 50 Rabenkrähen sei nicht bekannt. Ohnehin sei der Hofgarten wie auch die übrigen Parkanlagen in der Innenstadt ein befriedeter Bezirk, sodass dort nicht gejagt werden dürfe.

Ohnehin ist die Wirkung einer Tiertötung allgemein gering, da sich in der Regel schnell wieder neue Tiere in den betreffenden Gebieten ansiedeln. Viele Menschen nehmen die große Menge an Vögeln in Düsseldorf als Plage wahr, insbesondere Kanadagänse werden in diesem Kontext häufig genannt. Statt einer Tötung wird hier jedoch versucht, durch andere Maßnahmen – wie das Wegnehmen von Eiern – die Populationen zu begrenzen. Eine Maßnahme, die Ulrike Park befürwortet. „Ich fände es aber traurig, wenn jemand die Tiere getötet hätte.“

(dans/ujr)
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