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Düsseldorf testet mobilen Enforcement trailer

Düsseldorf testet neues Gerät : Mobiler Blitzer rentiert sich in Oberbilk

Der mobile „Enforcement Trailer“ hat in zwei Wochen in der Tempo-30-Zone Schmiedestraße schon 2413 Schnellfahrer geblitzt. Die Stadt hat das Gerät für den Testbetrieb gemietet.

Seit Anfang des Monats gibt es an der Schmiedestraße einen Parkplatz weniger. Der wird blockiert von weißen Kasten, den viele erst als Blitzer identifizieren, wenn das rote Licht erscheint. Allein in den ersten beiden Wochen geschah das auf der Verbindung zwischen Kölner Straße und Oberbilker Allee 2413 Mal.

Manche sagen, der Blitzer (genau genommen ein Lasermessgerät mit Poliscan-Messtechnik) sei als Anhänger getarnt. Dabei ist der „Enforcement Trailer“ tatsächlich ein Anhänger, hat Rücklichter und Katzenaugen und sogar ein Nummernschild aus Wismar, wo er entwickelt wurde. So kann er an jeden gewünschten Standort gebracht werden. Vorteil gegenüber herkömmlichen Mess-Fahrzeugen: Es muss kein Team der Verkehrsüberwachung daneben stehen. Gegen Vandalismus ist der Anhänger durch die gepanzerte Verkleidung geschützt, unter der während der Standzeit auch die Räder verschwinden.

Anders als ein Starenkasten braucht der Hänger keine Stromleitung, er funktioniert per Batterie mehrere Tage wartungsfrei. Ordnungsamtsleiter Michael Zimmermann ist ganz angetan von dem Gerät, das die Vorteile beider Systeme vereint. Auf der Schmiedestraße soll es noch eine Weile stehen bleiben, dann an anderen Standorten im Stadtgebiet weiter getestet werden. Gemietet ist es für drei Monate, danach soll entschieden werden, ob die Stadt das zwischen 130.000 und 160.000 Euro teure System kauft.

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Wieviel Strafgelder es schon in die Stadtkasse gespült hat, ist noch offen. Die Knöllchen sind noch nicht zugestellt, gegen die dann auch noch Einspruch möglich ist. Die Verstöße an der Schmiedestraße hielten sich in Grenzen: Die meisten Geblitzten waren mit unter 50 km/h unterwegs, 72 Fahrer fuhren zwischen 51 und 62 km/h und bekommen Bußgeldbescheide. In drei Fällen wird Fahrverbot ausgesprochen.

(sg)