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Düsseldorf: Streit um Ed-Sheeran-Konzert im Heimatverein

Streit bei Heimatverein Düsseldorfer Jonges : Der Jonges-Baas in der Kritik

Der Streit um das Ed-Sheeran-Konzert hat Düsseldorf gespalten. Jetzt gehen sogar im Heimatverein Düsseldorfer Jonges die Herrschaften aufeinander los. Unser Kommentar: Der Baas, wie man den Präsidenten nennt, muss kein politischer Eunuch sein.

Der Düsseldorfer Männerbund ist bislang nicht durch linke Revolutionen aufgefallen und eher wertkonservativ. Als allein der Heimatstadt verpflichtet bezeichnet sich denn auch der Präsident des Vereins, Wolfgang Rolshoven. Er wird in seiner Funktion traditionell Baas genannt und fand, dass das Konzert eine Chance für Düsseldorf gewesen wäre und in der parteipolitischen Auseinandersetzung instrumentalisiert wurde. Nun werfen ihm manche Jonges eine zu große Nähe zu OB Geisel vor. Allen voran Christian Rütz, der als CDU-Ratsherr allerdings auch nicht unparteiisch ist. Ihm konnte nicht gefallen, dass Rolshoven nahezu im Handumdrehen ankündigte, 300 Bäume als Ersatz für jene 104 Bäume zu spenden, die auf den Messeparkplätzen fallen sollten. Tatsächlich sollte sich Rolshoven ein wenig mehr um Neutralität bemühen, der Einsatz für Investoren verbietet sich etwa. Ansonsten aber muss ein Jonges-Baas kein politischer Eunuch sein. Gerade beim Ed-Sheeran-Konzert haben sich auch andere öffentlich für das Event eingesetzt, der IHK-Präsident etwa oder die Hauptgeschäftsführer von Unternehmerschaft und Handelsverband.