Düsseldorf: Straßenmusiker dürfen keine Lautsprecher nutzen

Lautsprecher sind nicht erlaubt : Straßenmusiker müssen sich an strenge Regeln halten

Immer wieder gibt es Ärger zwischen Straßenmusikern und Anwohnern. In Köln dürfen Musiker deshalb seit dieser Woche keine Lautsprecher mehr benutzen. Eine Regelung, die in Düsseldorf schon länger gilt. Auch sonst müssen sich die Musiker an einige Regeln halten.

Im besten Fall sorgen Straßenmusiker für eine entspannte Atmosphäre in der Fußgängerzone, die an vergangene Urlaube erinnert. Im schlimmsten Fall übertönen sie mit ihrer Musik sämtliche Unterhaltungen und treiben Anwohner und Angestellte der umliegenden Geschäfte in den Wahnsinn. Immer wieder kommt es deshalb zu Auseinandersetzungen und Beschwerden.

Deshalb hat die Düsseldorfer Stadtverwaltung schon vor einigen Jahren eine Satzung mit klaren Regeln für die Musiker erlassen. In den Fußgängerzonen der Innenstadt darf überall musiziert werden, allerdings nur zwischen 10 und 21.30 Uhr.

Dabei darf jedoch nur beginnend mit der vollen Stunde jeweils eine halbe Stunde gespielt werden, die zweite Hälfte jeder Stunde ist Ruhezeit. Nach der Aufführung müssen die Musiker den Standort wechseln und mindestens 200 Meter Abstand zum vorherigen Spielort halten.

Besonders laute und störende Instrumente sind bei Straßenmusikern nicht erlaubt. Dazu gehören Schlagzeug, Trommeln und ähnliche Rhythmusinstrumente, aber auch Dudelsackpfeifen und verschiedene Blasinstrumente. Elektronische Verstärker, also Lautsprecher, und Wiedergabegeräte dürfen nicht benutzt werden.

Diese Regeln für Straßenmusiker gelten auch für Privatgelände, wenn sich Auswirkungen auf den öffentlichen Raum ergeben. Der Verkauf von CDs auf der Straße ist ebenfalls verboten.

In Düsseldorf hat man mit diesem Regelkatalog in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht. "Die Beschwerdelage im Hinblick auf Straßenmusiker ist aktuell unauffällig", erklärte Volker Paulat, Stadtsprecher in Düsseldorf, auf Anfrage.

Falls es Beschwerden gebe, sei dies ein Fall für den Ordnungs- und Servicedienst (OSD). Dieser kann bei Verstößen und Belästigungen die Auftritte der Musiker unterbinden.

Ähnlich ist es auch in Leverkusen. Dort müssen Musiker und Schauspieler den Standort ihrer Darbietungen auf Straßen und Plätzen nach 20 Minuten so verlegen, dass ihre Darbietungen am ursprünglichen Standort nicht mehr gehört werden können. Sie müssen jedoch mindestens 200 Meter weitergehen, teilte Ariane Czerwon, Sprecherin der Stadt Leverkusen, mit. Es habe nur wenige Einzelfälle gegeben, in denen Straßenmusiker gegen diese Regeln verstoßen hätten.

In Duisburg liegen nach Angaben des Bürger- und Ordnungsamtes keinen nennenswerten Beschwerden von Anwohnern vor. Es gebe kein Verbot von Lautsprechern, teilte die Stadtverwaltung mit, es gebe aber auch kaum Straßenmusiker in Duisburg.

(cebu)
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