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Düsseldorf: Start der Promenade pour un Objet d’Exception

Luxusmeile Düsseldorf : Eine Promenade mit Glanz und Glamour

Rote Teppiche vor den Geschäften, goldfarbene Ballon-Bouquets als Wegweiser zu den Luxusläden: Für eine besondere Kö-Aktion werden bis Samstag Mode und Design-Objekte kunstvoll inszeniert.

„White Rose“ heißt die prächtige, mit handbestickten Blüten und Perlen verzierte Organza-Robe, entstanden in unzähligen Arbeitsstunden im Couture-Atelier von Pio O’kann. Das Ensemble ist eine der Attraktionen bei der sechsten Auflage der „Promenade pour un Objet d‘Exception“ rund um die Königsallee. Mit von der Partie sind 31 der bekanntesten Luxusgeschäfte wie Armani,  Dior, Cartier, Prada, Bulgari oder Moncler.

Ähnlich wie in Paris laden sie bis Samstag die Kundschaft ein, bei Champagner und Häppchen Unikate und Manufakturkunst auf hohem Niveau, ausgefallene Mode und ausgewählten Schmuck zu bestaunen. „Präsentiert werden Dinge und Erlebnisse, die es im Internet nicht zu bestellen gibt“, sagte zum Auftakt Peter Wienen, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Kö-Anlieger. Doch ist es in diesen Zeiten überhaupt angebracht, eine Veranstaltung rund um Luxus-Produkte zu feiern? Peter Wienen meint: „Luxus ist friedlich und ideologiefrei. Stilvolle Dinge mit Qualität werden vererbt und verlieren auch nach Jahren nicht ihren Wert.“

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So stehen diesmal mehr als je zuvor Themen wie Nachhaltigkeit, Re- und Upcycling im Mittelpunkt zahlreicher ausgestellter Objekte. MiuMiu hat beispielsweise eine Kollektion von Vintage-Kleidern überarbeitet und umgestaltet. Jedes der 80 Unikate basiert auf Fundstücken aus den 30er- bis 80er-Jahren. Die Stücke sind in Handarbeit restauriert und bekommen so ein neues Leben.

Das Designer-Duo Johnny Talbot und Adrian Runhof hat das Sozialprojekt „Bellevue di Monaco“ ins Leben gerufen: eine Nähwerkstatt in München, in der geflüchtete Frauen aus den wertvollen Stoffen des Couture-Labels luxuriöse Patchworks nähen können – auf diese Weise finden sie Arbeit und Einkommen. Die limitierte Charity-Edition wird erstmals in der Düsseldorfer Boutique angeboten.

Diese Version der berühmten Lady Dior hat Chris Martin gestaltet.
Diese Version der berühmten Lady Dior hat Chris Martin gestaltet. Foto: Bretz, Andreas (abr)

Das von Pasacal Mussard, der Ur-Ur-Ur-Enkelin von Thierry Hermès, gegründete  Kreativlabor „petit h“ zieht vorübergehend in den Hermès-Store an der Kö ein. Dort können Interessierte gemeinsam mit der aus Paris angereisten Künstlerin Isabelle Leloup die in den französischen Werkstätten übrig gebliebenen Seiden- und Lederreste in ein eigenes handgemachtes Objekt verwandeln. 

Haptisches Erleben spielt bei der diesjährigen Promenade eine zentrale Rolle: Prada wurde in seinen Archiven fündig und hat aus „altem“ Material eine Clutch mit einem skulpturalen Verschluss in Form eines Affen entworfen – inspiriert von einem Modell aus dem Jahr 1925. Die weltberühmte Lady Dior, einst die Lieblingshandtasche von Lady Diana, wurde erneut von Künstlern gestaltet und ist nun auf der Kö zu sehen.

Die Charity-Edition von Talbot und Runhof hatte an der Kö Premiere.
Die Charity-Edition von Talbot und Runhof hatte an der Kö Premiere. Foto: Bretz, Andreas (abr)

Das Juwelierhaus Tiffany legt die legendären von Jackie Kennedy so gern getragenen und nach ihr benannten „Jackie“-Armbänder in einer besonderen Emaillier-Technik wieder auf. Das vor 75 Jahren gegründete Familienunternehmen Blome zeigt die Jubiläums-Uhren-Kollektion von Patek Philippe. Kaffeegenuss verspricht das Miele Küchenstudio im Kö-Bogen. Dort ist noch, bevor er nächste Woche in ein Museum wandert, der von der Düsseldorfer Künstlerin Meral Alma gestaltete Kühlschrank zu bewundern.

Die Promenade steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Stephan Keller. Außerdem wartet die gesamte Aktion jetzt auch mit einem digitalen Auftritt auf, was bedeutet, dass es Infos zu Mode, Interviews, Lifestyle-Porträts und einen Blick hinter die Kulissen der Luxus-Geschäfte auf Social Media gibt. Trotzdem sind sich die Laden-Inhaber einig, das nichts die Kauflust mehr anrege als Kauf-Erlebnisse vor Ort bei schönem Wetter.