Düsseldorf: Stadtrat beschließt Open-Air-Gelände

Breite Mehrheit : Politik beschließt Open-Air-Gelände in Düsseldorf

Jetzt also doch: Die Fläche soll kommen. Anders als vor dem schließlich gescheiterten Ed-Sheeran-Konzert soll eine sorgfältige Prüfung vor der ersten Veranstaltung stehen.

Ungewöhnlich kurz war die Tagesordnung des Stadtrats am Donnerstag. Für die längsten Debatten sorgten Streitfragen rund um Sport und Großveranstaltungen. Die Übersicht:

Breite Mehrheit für das Open-Air-Gelände CDU, SPD, Grüne und FDP stimmten dafür, ein Bauleitverfahren für das Open-Air-Gelände auf dem Messeparkplatz P1 zu starten. Anders als vor dem schließlich gescheiterten Ed-Sheeran-Konzert soll eine sorgfältige Prüfung vor der ersten Veranstaltung stehen. Es wurde deutlich, dass dabei einige Bedenken ausgeräumt werden müssen. Die stärksten Vorbehalte äußerte CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt, der noch intensivere Prüfungen von Verkehrskonzept, Anwohnerschutz und Sicherheitskonzept forderte. Wenn dies gelinge, könne das Verfahren mit breiter Bürgerbeteiligung eine Blaupause für andere Großprojekte werden. Auch die Baumfällungen bleiben umstritten. Die Linke und die Fraktion Tierschutz/Freie Wähler stimmten gegen die Open-Air-Fläche. Der erste Anlauf war im Frühjahr nach wochenlanger aufgeregter Debatte am Widerstand von CDU und Grünen gescheitert.

Die Arena behält ihren Namen Für eine kontroverse Diskussion auch innerhalb der Fraktionen sorgte noch einmal die Benennung des Stadions in Merkur Spiel-Arena. Die Linke hatte beantragt, die Umbenennung zurückzunehmen. Fraktionssprecher Lutz Pfundner fürchtet eine Werbung für Spielsucht – und verglich das Sponsoring durch Spielhallenbetreiber Gauselmann mit der Umbenennung in „Marlboro Rauch-Arena“. Die Grünen schlossen sich der Linken an. Auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) findet den Namen „wirklich gruselig“, die Liberalen konnten sich aber nicht auf eine einheitliche Linie einigen. Die gab es auch nicht bei der CDU. Eine große Mehrheit der Unions-Fraktion stimmte aber dagegen, das Sponsoring noch zu stoppen. Fraktionschef Gutt verwies darauf, dass der Beschluss ordnungsgemäß im zuständigen Gremium getroffen worden sei. Die SPD lobte den Deal, der dem Sport viel bringe. Am Ende bedeutete das eine deutliche Mehrheit gegen den Antrag.

  • Düsseldorf : Keine Mehrheit für Ed-Sheeran-Konzert
  • Auch CDU gegen Mega-Event : Keine Mehrheit im Rat für Ed-Sheeran-Konzert in Düsseldorf

Noch kein grünes Licht für mehr Radwege Die FDP hat den 27-Millionen-Beschluss über neue Radwege von der Tagesordnung nehmen lassen – zum Ärger von SPD und Grünen. Fraktionschef Manfred Neuenhaus begründete die Entscheidung damit, dass man sich die Projekte noch genauer anschauen wolle. Der Sammelbeschluss soll den Bau beschleunigen. Nun wird er voraussichtlich erst im Februar abgestimmt. Laut Neuenhaus bedeutet das keine Verzögerung in der Umsetzung.

Neugestaltung rund um Kö-Bogen II liegt im Plan Gute Nachrichten erhielt der Rat aus der Kleinen Kommission die das Bauprojekt Kö-Bogen politisch begleitet. Die Arbeiten zur Offenlegung der Düssel in dem Bereich hinter dem Schauspielhaus sind fast abgeschlossen, die neuen Brücken sollen „kurzfristig“ eröffnet werden. Der Zeitplan wurde dabei eingehalten. Zugleich ist das neue Pflaster auf dem Schadowplatz fast fertig verlegt. Bis zum Start des Weihnachtsmarkts sollen dort alle Arbeiten abgeschlossen werden.

Mehr von RP ONLINE