Kampf gegen den Klimawandel 600 neue Bäume für das Düsseldorfer Stadtgebiet

Düsseldorf · Düsseldorf soll klimaresistenter werden, Abhilfe gegen Hitze sollen auch neue Bäume schaffen. Außerdem will die Stadt mit einer Kampagne für Baum- und Rosenpatenschaften werben.

Bäume spenden Schatten und machen die Stadt beständiger gegen Hitze – hier ein Bild eines heißen Julitags 2022 im Zoopark.

Bäume spenden Schatten und machen die Stadt beständiger gegen Hitze – hier ein Bild eines heißen Julitags 2022 im Zoopark.

Foto: Uwe-Jens Ruhnau

Düsseldorf will den Grünanteil im städtischen Bereich erhöhen und die Stadt so resistenter gegen klimatische Veränderungen machen. Als Teilprojekt sollen deshalb in der neuen Pflanzsaison 2022/2023 in der Stadt fast 600 neue Bäume gepflanzt werden. Das geht aus einer Informationsvorlage des Gartenamtes für den Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hervor, der am Montag tagt. Schwerpunkte der Neupflanzungen sind Spielplätze, Parkanlagen und Friedhöfe. Zudem sollen im Rahmen der Aktion „Dein Baum“ 225 Bäume in Privatgärten gepflanzt werden.

Das Konzept „Düsseldorf pflanzt Zukunft“ ist laut der Vorlage eine Ergänzung des bereits bestehenden Stadtbaumkonzeptes, dem zufolge in den kommenden drei Jahren insgesamt 360 neue Baumstandorte geschaffen werden sollen. Kostenpflichtiger Inhalt Erst kürzlich hatte die Verwaltung die Neupflanzung von mehr als 60.000 klimaresistenten Bäumen im Stadtwald beschlossen, unter anderem im Kalkumer Forst und im Aaper Wald. Eingebettet ist all dies in das Klimaanpassungskonzept „Kakdus“, das der Rat 2017 beschlossen hatte. Ziel ist dabei unter anderem die Vermeidung einer weiteren Aufheizung der Stadt, der Schutz der Bevölkerung vor Hitzestress, die Förderung der Widerstandsfähigkeit von Bäumen und Pflanzen gegenüber Hitze, Trockenheit und Starkregen und die Erhöhung der Artenvielfalt.

Zudem wurden vom Gartenamt sogenannte Schwerpunkträume in Unterrath, Hubbelrath, Eller, Wersten und Hassels identifiziert. Hier sollen zusätzliche Standorte für Bäume in öffentlichen Grünanlagen, auf Plätzen und an Straßen überprüft werden. Bis 2027 will das Gartenamt insgesamt fast 2000 Plätze für neue Baumpflanzungen prüfen. Dazu sollen drei zusätzliche Alleen entstehen, dafür hat die Verwaltung Standorte in Angermund, Knittkuhl und Urdenbach bestimmt. Auch der Stadtwald soll zusätzlich noch einmal erweitert werden, insgesamt um rund 14 Hektar.

Seit einiger Zeit haben Düsseldorfer Bürger und Unternehmen zudem die Möglichkeit, sogenannte Grün-Patenschaften zu übernehmen. Möglich sind etwa eine Baumpatenschaft oder -spende, eine Rosenpatenschaft oder ein Beitrag zur Gestaltung und Pflege eines Platzes. Dies soll bald mit einer großangelegten Kampagne unter dem Motto „Zusammenwachsen“ beworben werden. Dafür hatte der Rat bereits vor drei Jahren 10.000 Euro bereitgestellt, wegen der Pandemie hat sich der Kampagnenstart jedoch verschoben. Nun ist eine eigene Webseite eingerichtet worden, die unter www.duesseldorf.de/zusammenwachsen Informationen rund um die Projekte und Beteiligungsmöglichkeiten sowie über aktuelle Aktionen und Veranstaltungen bietet. Begleitet werden soll die Kampagne durch Flyer und Social Media-Aktionen.

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