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Düsseldorf: Stadt gibt Radweg am Joseph-Beuys-Ufer frei

Strecke am Rhein in Düsseldorf : Stadt gibt neuen Radweg am Beuys-Ufer frei

Der neue Radweg am Joseph-Beuys-Ufer in Düsseldorf ist freigegeben worden. Mit einer neuen Aufteilung des Seitenraums wurde für die Strecke am Rhein mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr geschaffen. Der Umbau ist früher als geplant fertig.

Eine der größten Düsseldorfer Gefahrenstellen im öffentlichen Verkehrsraum, an der es regelmäßig zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern gekommen war, ist entschärft: Die Stadt hat den neuen Radweg am Joseph-Beuys-Ufer freigegeben. Die Kosten für den Umbau der beliebten und hochfrequentierten Strecke belaufen sich auf rund 1,18 Millionen Euro. Mit der neuen Querung am Knotenpunkt Oederallee sind außerdem für Fahrradfahrer die Anschlüsse in Richtung Oberkassel und zur Heinrich-Heine-Allee optimiert worden.

OB Stephan Keller (CDU) und Mobilitätsdezernent Jochen Kral räumten am Donnerstag symbolisch die letzten Baken beiseite, sodass Radfahrer ab sofort den in rotem Asphalt angelegten und 2,75 Meter breiten Zweirichtungsradweg am Rhein entlang nutzen können, der getrennt vom Fußverkehr verläuft. Der notwendige Platz dafür wurde dank einer neuen Aufteilung des Seitenraums am Joseph-Beuys-Ufer geschaffen. Auf den Autoverkehr hat der Umbau keine negativen Auswirkungen. „Gerade an dieser Hauptverkehrsachse spielte dies eine wichtige Rolle“, sagt Kral.

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Während der Kostenpflichtiger Inhalt Umbauphase wurden die Autofahrer aber teilweise auf eine Geduldsprobe gestellt, weil Sperrungen nicht zu vermeiden und Staus die Folge waren. Aber dafür sind die Arbeiten nun früher als geplant fertig geworden – unter anderem, weil das Wetter mitspielte. So macht die Baustelle auch rechtzeitig Platz für den zunehmenden Weihnachtsverkehr.

Wie Kral berichtet, passiert dies auch an anderen Baustellen im Stadtgebiet, wie etwa am Ludwig-Hammers-Platz in Bilk, wo nach Möglichkeit die Arbeiten am Wochenende unterbrochen werden, um die Verkehrssituation zu entlasten. „Insbesondere die stark belasteten Hauptrouten haben wir mit Aussicht auf den vorweihnachtlichen Verkehr mit unserem Baustellenmanagement im Blick. Nur absolut notwendige und verkehrssichernde Baustellen finden zu dieser Zeit statt“, sagt der Mobilitätsdezernent.

Aus Sicht des Oberbürgermeisters werden mit dem neuen Zweirichtungsradweg und dem separierten Fußweg mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr geschaffen sowie Sicherheit und Komfort erhöht. Das Joseph-Beuys-Ufer sei nun keine Engstelle mehr und verbinde die Rheinuferpromenade in Richtung Süden und den breiten Geh- und Radweg an der Rheinterrasse im Norden. Seit Planungsbeginn des Umbaus war allerdings vom Fahrradclub ADFC kritisiert worden, dass der neue Zweirichtungsradweg zu schmal ist. Ideal wäre eine Breite von vier Metern gewesen. Dies hätte aber dann doch wohl Folgen für den Autoverkehr gehabt.

Dass der Umbau aber überhaupt unbedingt nötig geworden war, weil die Strecke sowohl von Pendlern als auch von Freizeitradfahrern gerne genutzt wird, beweist die Zählstelle am Mannesmannufer: Sie registrierte in diesem Jahr bereits fast eine Million Radfahrer.