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Düsseldorf: Stadt fordert über 70-Jährige zur Drittimpfung auf

Schutz gegen das Coronavirus : Stadt Düsseldorf fordert über 70-Jährige zur Drittimpfung auf

Für Menschen über 70 Jahre ist eine Corona-Infektion besonders gefährlich – eine Auffrischungsimpfung wird empfohlen. Die Stadt Düsseldorf schickt deshalb bald ein Schreiben an ihre älteren Bürgerinnen und Bürger.

Von Marlen Kess

Die Stadt Düsseldorf will voraussichtlich Anfang der kommenden Woche ein Schreiben verschicken, in dem Menschen über 70 Jahren über die Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus informiert werden. Damit setzt die Stadt eine Vorgabe des NRW-Gesundheitsministeriums um. Sollte die letzte Corona-Schutzimfpung mindestens sechs Monate zurückliegen, sind demnach Bürgerinnen und Bürger über 70 dazu aufgerufen, sich beim Hausarzt erneut immunisieren zu lassen.

Die Impfung ist kostenlos und grundsätzlich auch in den Impfstellen der Stadt an der Heinrich-Heine-Allee und am Bertha-von-Suttner-Platz möglich (montags bis freitags 10 bis 17.30 Uhr). Bis Freitag waren in der Stadt insgesamt 8807 Auffrischungsimpfungen durchgeführt worden, davon rund 450 an den dezentralen Impfstellen sowie am Impfmobil der Stadt. Die Mehrheit der Drittimpfungen entfällt damit wie geplant auf die Hausärzte. Der Erhalt des Briefes ist allerdings nicht Voraussetzung, um einen Impftermin zu bekommen.

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Die Impf-Aufforderung basiert auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Etwa ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung lasse die Wirksamkeit insbesondere bei älteren Menschen nach, heißt es dazu vom NRW-Gesundheitsministerium. Damit diese mit dem bestmöglichen Schutz in die kalte Jahreszeit gehen können, sei es jetzt ratsam, sich um die Auffrischungsimpfung zu kümmern. Insbesondere wird diese Bewohnern und Pflegekräften in Heimen empfohlen.

Erst am Donnerstag waren Infektionsausbrüche in drei Düsseldorfer Altenheimen bekannt geworden. Diese haben sich am Freitag noch ausgeweitet: Einer Stadtsprecherin zufolge gibt es inzwischen insgesamt 49 Infizierte, darunter 40 Bewohnerinnen und Bewohner und neun Beschäftigte. Die Leiter der jeweiligen Einrichtung seien in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt.

Auch Menschen unter 70 Jahren können sich drittimpfen lassen, sofern ihre zweite Immunisierung mindestens sechs Monate zurückliegt. Eine generelle Empfehlung der Stiko gibt es dafür jedoch bislang nicht.

Immer noch gibt es aber auch Menschen, die sich bislang gar nicht haben impfen lassen. Diese ruft die Stadt erneut dazu auf, sich und andere zu schützen. Im Rahmen der Impfkampagne fährt das Impfmobil der Landeshauptstadt in der kommenden Woche verschiedene Förderschulen an (Montag Mosaikschule, Am Massenberger Kamp 45, Dienstag Alfred-Herrhausen-Schule, Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße 21, am Mittwoch Theodor-Andresen-Schule und Franz-Marc-Schule, Lohbachweg 16-18, Donnerstag Martin-Luther-King-Schule, Schönaustraße 25, Freitag Karl-Tietenberg-Schule, Lärchenweg 23). Interessierte können sich dort jeweils von 10 bis 13 Uhr impfen lassen. Am Samstag ist das Mobil am von 15 bis 18 Uhr am Kin-Top-Förderzentrum in Oberbilk zu Gast. Eine Vorab-Anmeldung ist nicht nötig, es wird lediglich ein Personalausweis benötigt. Wer einen Impfpass hat, sollte diesen ebenfalls mitbringen. Im Angebot sind alle aktuell zugelassenen Impfstoffe, es werden Erst-, Zweit- und Drittimpfungen durchgeführt.