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Düsseldorf: Staatsschutz ermittelt nach mutmaßlich rassistischem Vorfall in Rudas Studios

Rassistischer Angriff in Düsseldorf? : Staatsschutz ermittelt nun doch nach Vorfall in Rudas Studios

Mehrere Türsteher eines Düsseldorfer Clubs sollen zwei schwarze Gäste verprügelt und verletzt haben. Nun hat auch der Staatsschutz wegen des Rassismus-Vorwurfs die Ermittlungen aufgenommen. Zudem haben Unbekannte die Fassade der Disco im Medienhafen beschmiert.

Nach einem Kostenpflichtiger Inhalt mutmaßlich rassistischen Angriff vor einem Düsseldorfer Club hat nun auch der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. In der Nacht zu Sonntag sollen mehrere Türsteher der Diskothek Rudas Studios zwei schwarzen Gästen aufgrund ihrer Hautfarbe den Eintritt verwehrt, sie angegriffen und verletzt haben.

„Das ist kein Club für Schwarze“ sollen die Türsteher gesagt haben, berichtet eines der Opfer. Der junge Mann hatte den Vorfall bei Instagram veröffentlicht und Fotos aus dem Krankenhaus online gestellt. Demzufolge hat er einen doppelt gebrochenen Kiefer und zwei abgebrochene Zähne. Auf den Post haben mittlerweile fast 100.000 Menschen reagiert.

Die Polizei war in der Nacht mit vielen Einsatzkräften vor Ort und hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen fünf Beschuldigte eingeleitet, hieß es am Mittwoch. Jedoch wurde zunächst nicht wegen eines rassistischen Motivs ermittelt. Denn die Begründung, dass es „kein Club für Schwarze“ sei, hatte in der Anzeige zunächst keine Rolle gespielt. Ob die Betroffenen dies nicht geäußert haben oder aus welchem Grund der Vorwurf nicht in der Anzeige vermerkt ist, bleibt offen. Das hat sich nun geändert: Mittlerweile hat auch der Staatsschutz wegen des Rassismus-Vorwurfs die Ermittlungen aufgenommen, bestätigte ein Polizeisprecher am Freitag.

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Zudem ermittelt der Staatsschutz, weil Unbekannte die Fassade des Clubs beschmiert haben, teilte die Polizei am Freitag mit. Das sei offenbar eine Reaktion auf die Rassismus-Vorwürfe gegen die Türsteher, so ein Polizeisprecher.

Der Geschäftsführer des Clubs im Medienhafen hatte im Gespräch mit unserer Redaktion angekündigt, den Vorfall aufzuarbeiten und Konsequenzen für die Türsteher folgen zu lassen, sollten sich die Vorwürfe bestätigen. Er betonte, dass der Club tolerant und international sei.