Hochschule Düsseldorf So zufrieden sind Studierende im Corona-Modus

Düsseldorf · Mit den Angeboten ihrer Hochschule kommen die HSD-Studierenden gut zurecht, doch die Motivation daheim fällt vielen schwer.

Die Selbstmotivation fällt vielen Studierenden schwer .

Die Selbstmotivation fällt vielen Studierenden schwer .

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Alleine vor dem Laptop zu sitzen und in eine Kamera zu schauen: So gestaltet sich für viele Studierende der Hochschule Düsseldorf (HSD) das Studium seit dem ersten Corona-Lockdown. Und mit der Organisation und Durchführung des Studiums im Corona-Modus sind die meisten Studierenden sogar zufrieden. Das zeigt eine Umfrage unter den Studierenden, in der 71 Prozent der Befragten den bisherigen Verlauf des Wintersemesters insgesamt für sie selbst als „sehr gut“ bis „zufriedenstellend“ bewerten. Demnach kommen 80 Prozent der Studierenden mit den von der HSD bereitgestellten digitalen Lehr- und Orga-Angeboten wie Moodle, MS Teams oder Panopto gut zurecht.

75 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass sie während der Lehrveranstaltungen relativ häufig bis häufig die Gelegenheit hatten, sich aktiv zu beteiligen und Fragen zu stellen. Bei 18 Prozent komme dies zumindest gelegentlich vor, bei nur sechs Prozent der Befragten selten bis nie – ein Bild, das sich laut HSD weitestgehend mit der durchschnittlichen Beteiligung an Präsenzveranstaltungen deckt. Allerdings berge die reine Distanzlehre auch ein höheres Risiko, bei zurückhaltender Beteiligung den Anschluss zu verlieren.

Was die persönliche Ausgestaltung des Selbststudiums anbelangt, zeigen sich die Befragten allerdings selbstkritisch. Auffällig ist, dass sich demnach nur 35 Prozent selbst zufriedenstellend zum Lernen motivieren können. 64 Prozent der Befragten gaben an, sich nur schwer auf das Lernen konzentrieren zu können. Jeder Zweite gab aber auch an, sich um einen Lernplan und eine ablenkungsfreie Lernumgebung bemühen zu wollen. Zudem wurde die Online-Lehre als Verbesserung des Studiums bewertet, insbesondere wegen der höheren zeitlichen und räumlichen Flexibilität (71 Prozent stimmten dem zu). Außerdem sei das Studium durch die virtuellen Angebote familienfreundlicher geworden (52 Prozent Zustimmung).

Bei den Freitextantworten zeigte sich der Wunsch, dass Angebote für den Auf- und Ausbau sozialer Kontakte auch auf digitaler Ebene geschaffen werden sollen. Zudem legten die Studierenden Wert auf eine bedarfs- und lösungsorientierte Weiterentwicklung der Online-Lehr- und Lernformate (technische Anwendung, Didaktik, Interaktion sowie Vereinheitlichung der Kommunikationswege). Damit einher ging der Wunsch, die digitalen Formate auch nach Rückkehr zum Präsenzstudium ergänzend einzusetzen.

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