Besondere Aktion in Düsseldorf So wird man Pate für seinen Lieblingsbaum im Botanischen Garten

Düsseldorf · Der Freundeskreis des Botanischen Gartens an der Heinrich-Heine-Universität ermöglicht zum ersten Mal eine Baumpatenschaft. Was man dafür tun muss und welche Bäume man sich aussuchen kann.

 Auf der acht Hektar großen Anlage finden sich wohlklingende Bäume wie die Himalaya-Zeder.

Auf der acht Hektar großen Anlage finden sich wohlklingende Bäume wie die Himalaya-Zeder.

Foto: Christoph Schroeter

Der Freundeskreis des Botanischen Gartens hat sich zu seinem 40-jährigen Bestehen in diesem Jahr etwas Besonderes überlegt: Erstmals werden Baumpatenschaften angeboten, können Privatpersonen, aber auch Kitas oder zum Beispiel Unternehmen oder Vereine Patenschaften für so wohlklingende Bäume übernehmen wie den Milchorangenbaum, die Kaukasische Flügelnuss oder die Himalaya-Zeder. Und damit den Erhalt und die Pflege der Bäume und Sträucher vor Ort unterstützen.

Aus einer Liste, die auf der Webseite des Botanischen Gartens einsehbar ist (www.botanischergarten.hhu.de), können Interessierte ihren Lieblingsbaum vor Ort auswählen, in einem Antragsformular auch zum Beispiel die genaue Position benennen und angeben, welcher Text auf der Patentafel vor Ort ausgewiesen werden soll neben Name und Datum der „Übertragung“ (100 Zeichen maximal). Den Paten wird zudem eine Erinnerungsurkunde ausgehändigt.

Die Bäume bleiben im Besitz des Botanischen Gartens, der für die Pflege weiter zuständig ist. Früchte, Samen oder Ableger dürfen nur in Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit dem Gartenmeister für das Freiland entnommen werden.

Für eine einjährige Patenschaft bittet der Freundeskreis um eine Spende in Höhe von 100 Euro (steuerlich absetzbar). Nach Angaben des Freundeskreises tragen die Spenden zur Förderung des gesamten Gartens bei und nicht nur einzelner Pflanzen. Vorrangiges Ziel sei es, den Garten in seiner Gesamtheit zu bewahren und Projekte zu fördern, die seine Attraktivität weiter steigern.

Die acht Hektar große Anlage an der Uni wurde 1979 eröffnet. Auf dem Freigelände gibt es etwa einen Bauern- und Apothekergarten zu entdecken und eine Wildblumenwiese, an deren Randbereichen die verschiedenen „Abteilungen“ angeordnet sind: Mit der Vielfalt der nordamerikanischen Vegetation beginnt etwa die „Geographie“, die „Systematische Abteilung“ zeigt die natürliche Verwandtschaft der Blütenpflanzen und in der „Pflanzensoziologie“ kann man zum Beispiel ein typisches Moor sehen.

Zu der Anlage gehören verschiedene Gewächshäuser wie das Südafrika-Haus oder die Orangerie. Wahrzeichen der Anlage ist ein 18 Meter hohes, gläsernes Kuppelgewächshaus in Form einer Halbkugel. In dem mediterranem Klima werden Pflanzen der Kanaren, aus Chile, Australien, Neuseeland, Asien und Kalifornien gezeigt. Die großen Pflanzensammlungen im Botanischen Garten werden als Arbeits- und Anschauungsmaterial für Forschung und Lehre – vor allem in der Biologie und der Pharmazie – genutzt. Bürgerinnen und Bürger können die Anlage aber eben auch als Bildungs- und Erholungsort nutzen – jedes Jahr besuchen gut 100.000 Menschen den Botanischen Garten.

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