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Düsseldorf: So läuft der Radwegbau am Rhein am Joseph-Beuys-Ufer

Umgestaltung des Joseph-Beuys-Ufers : So läuft der Radwegbau am Rheinufer in Düsseldorf

Mit rund viermonatiger Verspätung will die Stadt Düsseldorf mit der Umgestaltung des Joseph-Beuys-Ufers starten. Bis April 2022 soll dort ein 2,5 Meter breiter Zweirichtungsradweg angelegt werden – für den ADFC ist das zu wenig.

Die Stadt wird am 16. August mit der Umgestaltung des Joseph-Beuys-Ufers beginnen, damit die dortige Engstelle, in der sich Fußgänger und Radfahrer regelmäßig in die Quere kommen, entschärft wird. Die Arbeiten für die Errichtung eines Zweirichtungsradwegs werden dann mehr als vier Monate später als geplant aufgenommen, eigentlich war der Start des Ausbaus für Anfang April vorgesehen und hätte bis etwa August gehen sollen. Aber wie Straßenbau-Abteilungsleiter Bernd Kentenich berichtet, gab es Verzögerungen bei der Auftragsvergabe, sodass die „komplexe Baumaßnahme“ nun von August bis April 2022 dauern soll.

Das Joseph-Beuys-Ufer ist Teil des Nord-Süd-Radwegs entlang des Rheins und gehört zum Radhauptnetz. Der Weg ist nicht nur eine wichtige Radverkehrsachse für den Pendlerverkehr, sondern auch beliebt bei Freizeitradlern. Mit einem neuen 2,5 Meter breiten Zweirichtungsradweg in rotem Asphalt möchte die Stadt für mehr Sicherheit sorgen, denn bisher teilen sich Fußgänger und Radfahrer den Weg. „Der neu geplante Radweg wird getrennt vom Fußverkehr verlaufen und die attraktive Radverkehrsachse weiter aufwerten“, sagt Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU).

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Um an der Rheinseite den Platz für den neuen Radweg zu gewinnen, wird den Autofahrern auf dem Stück hinter dem Rheinufertunnel stadtauswärts eine dritte Fahrspur genommen, die Fahrspuren werden dann neu angeordnet. Mit einer neuen Querung am Knotenpunkt Oederallee werden außerdem die Radwegeanschlüsse in Richtung Oberkassel und Heinrich-Heine-Allee optimiert. Des Weiteren soll in einem zweiten Bauabschnitt schnellstmöglich die Treppe am Ende der Rheinuferpromenade unterhalb der Oberkasseler Brücke zu einer Rampe umgebaut werden, damit Radfahrer auch unten am Rhein über den Parkplatz fahren können.

Auch wenn den Autofahrern eine Spur genommen wird, soll der Verkehrsfluss laut Verwaltung an dieser Stelle erhalten bleiben. „In der Bauphase wird es aber zu umfangreichen verkehrlichen Einschränkungen kommen. Entsprechende Umleitungen für den Rad- und Fußverkehr und auch für den motorisierten Individualverkehr sind aktuell in der Planung“, sagt ein Stadtsprecher.

Erst wenn die Genehmigungen vorlägen, würden die Umleitungen bekanntgegeben. Kentenich kündigt aber an, dass sich die Stadt mit der Polizei bezüglich der Umleitungen abstimmen werde. Fußgänger und Radfahrer müssten sich aus Sicherheitsgründen auf Umwege von „100 bis 200 Metern“ einstellen.

Der Fahrradclub ADFC begrüßt die Rampe, bleibt aber wie zu Planungsbeginn dabei, dass ein Zweitrichtungsradweg von 2,5 Metern zu schmal ist. „Ideal wären vier Meter gewesen, aber leider durfte die Leistungsfähigkeit des motorisierten Individualverkehrs nicht unter der Umgestaltung leiden“, sagt Jan-Philipp Holthoff. Der ADFC würde sich nun noch wünschen, wenn hinter der zukünftigen Rampe ein Radweg bis zum Ende des Parkplatzes samt neuer Fahrbahndecke entsteht.