Düsseldorf: Sieben Strafanzeigen nach rechtsextremer Demo und zwei Gegendemos

Polizei bei Kundgebungen im Einsatz: Sieben Strafanzeigen bei rechtsextremer Demo und zwei Gegendemos in Düsseldorf

Am Samstagnachmittag sind in Düsseldorf Hunderte Menschen auf die Straße gegangen. Das Bündnis „Patrioten NRW“ hatte zu einer Demo aufgerufen, „Düsseldorf stellt sich quer“ protestierte dagegen. Die Polizei ging gegen mehrere Teilnehmer vor.

Die Demos fanden auf dem Johannes-Rau-Platz am Rheinufer sowie im direkten Umfeld statt. Wie die Polizei mitteilte, wurden rund um die Kundgebungen zwei Menschen vorübergehend in Gewahrsam genommen. Insgesamt stellten die Beamten sieben Strafanzeigen, unter anderem wegen Körperverletzung und wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsrecht.

Gegendemonstranten versuchten laut Polizei, Blockaden einzurichten. Das zeigen auch mehrere Fotos, die im Internet verbreitet wurden. Diese Blockadeversuche wurden von den Beamten jedoch unterbunden.

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Die Partei „Die Linke“ aus Düsseldorf“ teilte am Nachmittag auf Twitter mit, die Polizei habe bei der Auflösung von Blockaden auch Schlagstöcke eingesetzt. Ein Sprecher der Behörde konnte dazu auf Anfrage unserer Redaktion keine Angaben machen.

Die Polizei bezifferte die Gesamtzahl der Demonstranten bei den verschiedenen Kundgebungen auf mehrere hundert Teilnehmer. Kurzfristig gab es auch Einschränkungen für Autofahrer sowie die Rheinbahn.

(hebu)
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