Kinderfest in Reisholz Segelflug und Saurierreiten beim Paulinenparkfest

Düsseldorf · Unendliche Spielmöglichkeiten gab es für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern beim Paulinenparkfest in Reisholz. In einem Zirkuszelt trauten sich am Ende sogar Dutzende Kinder, über brennende Fackeln zu springen.

 Die zehnjährige Lena bezwingt einen T-Tex beim Dinosaurier-Rodeo.

Die zehnjährige Lena bezwingt einen T-Tex beim Dinosaurier-Rodeo.

Foto: Döring, Olaf (od)

„Bewegung macht fröhlich“ hieß es am Samstag auf dem 8. Paulinenparkfest in Reisholz. Rund 20 Vereine und Einrichtungen aus dem Stadtteil veranstalteten zum achten Mal ein Open-Air-Fest mit vielen Mitmachaktionen im Park an der Ecke Steubenstraße und Buchenstraße. Eines der Bewegungs-Highlights war der Kölner Spielzirkus. Bei zahlreichen Spielen konnten Kinder und Erwachsene in der Manege aktiv werden. Die interaktiven Shows wechselten sich mit Workshops ab, in denen man sich an Diabolos, Drehtellern, Flowersticks oder Jonglage probieren konnte. „Unser Ziel ist es, die Eltern dazu zu animieren, mit ihren Kindern zu spielen“, sagte Zirkuspädagoge Frank Brüggemann, der durch die Aktion führte. Als großes Show-Finale durften alle, die wollten, über drei brennende Fackeln springen, dutzende Kinder stellten sich der Herausforderung. „Bei manchen muss man etwas Hilfestellung geben oder sie laufen erst um das Feuer herum, aber es ist schön zu sehen, wie sich dann immer mehr trauen zu springen.“

Direkt neben dem bunten Zirkuszelt waren etliche Spielstationen aufgebaut: Schaumstoffsteine zum Stapeln, ein fast drei Meter hoher Trichter zum Ballwerfen, ein Balancierparcours und eine Seifenblasenstation. Das Rodeo-Reiten auf einem Dinosaurier war besonders bei der Jugend beliebt, während die Kleinen beim Anblick des Segelflugzeuges von Elmar Weischede besonders staunten. „Sonst steht es in Langenfeld am Flugplatz“, berichtet der Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins Reisholz. „Aber als wir überlegt haben, was wir so anbieten können, kam die Idee. Nun können die Kinder sich ins Cockpit setzen und mal kurz Piloten sein.“ Außerdem wurden Kinderschminken und Glitzertattoos, Entenangeln für Preise wie Süßigkeiten oder Buntstifte geboten, ein Trommelkreis zum Ausprobieren afrikanischer Trommeln, eine Fotobox mit Sofortbildkamera und die Awista mit ihrem Umweltmobil samt Quiz über richtiges Recycling standen bereit.

Claudia Brings, Zugleitung der KG Reisholzer Quatschköpp, betreute mit einigen Kolleginnen die Armbänderbastelstation: „Wir versuchen, den Stadtteil zu unterstützen, immer mit etwas Kreativem, bei dem die Kinder frei etwas gestalten und sich so kleine Träume erfüllen können.“ In diesem Jahr waren es neben den Armbändern Quallen aus Papiertellern und Pergamentpapier sowie bunte Sonnencaps. „Auch wenn das mit der Sonne gerade so eine Sache ist“, sagte Brings lachend.

Die Quatschköpp sitzen mit im Ausschuss zur Organisation des Festes, dort kam auch die derzeit überall angespannte Personallage zur Sprache. „Darum hilft nun quasi unser gesamter Vorstand am Getränkestand aus“, sagte Claudia Krohnen, Vorsitzende der KG Quatschköpp. „So ist eben für jedes Alter was dabei.“

Das „In der Donk“-Haus für Kinder, Jugendliche und Familien bot Faltkarten zur Gestaltung an, zum Teil aus selbst geschöpftem Papier aus einer vorherigen Mitmachaktion. Die siebenjährige Mia klebte und malte zusammen mit Freundin Johanna eifrig an ihrer Karte. „Wir sind zum ersten Mal hier und begeistert“, erzählte ihre Mutter Kathrin Boenisch. Sie ist mit ihrem Mann Paul und den beiden Kindern aus Benrath gekommen. „Besonders der Zirkus ist super, die sind mit so viel Engagement dabei, einfach toll!“

Zur Stärkung nach den Aktionen standen Kuchen, Baklava, Würstchen, Linsen-Köfte und Zuckerwatte bereit. Da auf Regen bekanntlich Sonnenschein folgt, blieb es wechselhaft. „Als die Sonne schien, war es rappelvoll auf dem Platz“, so Petra Lenhard, Leiterin des Bürgerhauses Reisholz, „aber auch im Regen haben viele durchgehalten. Meistens sind es ja eh die Eltern, die nach Hause wollen. Den Kindern ist das Wetter eigentlich ziemlich egal.“ In der Tat sprangen die Kinder auch auf einer nassen Hüpfburg und stiegen im Nieselregen die Kletterwand hinauf. Claudia Brings fasste zusammen: „Hauptsache die Kinder haben Spaß.“