Düsseldorf schränkt Parken rund um Uni-Klinik ein

Nur noch für Anwohner oder mit Parkscheibe : Düsseldorf schränkt Parken rund um Uni-Klinik ein

Die Politik will das Parken im Straßenraum einschränken. Nun liegt der erste konkrete Vorschlag auf dem Tisch. Anwohner der Quartiere rund um das Krankenhaus in Bilk konkurrieren bislang mit Besuchern und Mitarbeitern.

Die Stadt Düsseldorf will freies Parken an Straßen einschränken – nun steht der erste konkrete Schritt an. Rund um die Uni-Klinik in Bilk werden zwei Bewohnerparkgebiete eingerichtet. Wer keinen Anwohnerparkschein hat, darf dort künftig nur noch für zwei Stunden parken. Die Regelung gilt an allen Wochentagen und rund um die Uhr.

Die Politik hofft, dass dadurch die Anwohner bessere Chancen auf einen Parkplatz haben, weil Mitarbeiter und Besucher der Klinik und des Technischen Rathauses die Parkplätze an den Straßen nur noch für kurze Zeiträume in Anspruch nehmen dürfen. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss des Stadtrats entscheidet am 15. Januar.

Die Stadtspitze um Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hatte Anfang des vergangenen Jahres verkündet, dass die sogenannte Bewirtschaftung von Parkraum stark ausgebaut werden soll. In vielen Vierteln rund um die Innenstadt soll demnach das Parken durch Gebühren oder Zeitbegrenzungen reguliert werden. Neu ist dabei unter anderem, dass die Regelungen auch in der Nacht gelten können. Ein Fokus soll auch auf das Umfeld von großen Arbeitgebern oder besucherstarken Einrichtungen liegen.

Dies soll die Chancen von Anwohnern auf Parkplätze verbessern, die dafür allerdings den kostenpflichtigen Ausweis beantragen müssen. Dieser kostet pro Jahr 30 Euro, bei Online-Buchung 25 Euro. Das Konzept soll ausdrücklich auch eine Verkehrswende begünstigen: Berufspendler und Besucher sollen motiviert werden, auf Alternativen zum Auto umzusteigen. „Wer sich entscheidet, von außen mit dem eigenen Auto in die Innenstadt zu kommen, der soll dafür ein angemessenes Entgelt bezahlen“, so Oberbürgermeister Geisel. Der Stadtrat hat dem Konzept zugestimmt.

Die Uni-Klinik hat jüngst ihr Parkhaus an der Einfahrt Nord um 200 Plätze erweitert. Dies sei auch mit Blick auf die Belastung der umliegenden Wohnquartiere entschieden worden, sagt Sprecher Tobias Pott. Man versuche darüber hinaus, die Mitarbeiter zur Anfahrt mit dem ÖPNV zu motivieren.

Die Anreise sei durch den Ausbau des S-Bahnhofs Bilk, an dem neuerdings auch Regionalexpresse halten, noch attraktiver geworden, sagt Pott. Die Mitarbeiter im Spät- und Nachtdienst können dem Sprecher zufolge problemlos auf dem Gelände der Kliniken parken, da der Besucherbetrieb wegfällt.

Einen Zeitplan zur Umsetzung des restlichen Parkkonzepts liegt noch nicht vor. Die Pläne sind auch im Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP umstritten, den Liberalen gingen einige Formulierungen zu weit.

Die für Bilk zuständige Bezirksvertretung 3 hatte gebeten, das Umfeld der Uni-Kliniken vorzuziehen. Rund um das Krankenhaus mit seinen 8000 Mitarbeitern herrscht traditionell hoher Parkdruck.

Geplant sind zwei Parkgebiete. Eines betrifft die Wohnstraßen nördlich der Moorenstraße (Bruhnstraße, Fabriciusstraße, Naegelestraße, Johannes-Weyer-Straße und Varnhagenstraße), das andere die Wohnstraßen östlich der Witzelstraße (Bittweg ab Hausnummer 107, Lubarschstraße, Moorenplatz, Oertelstraße, Schloßmannstraße, Solenanderstraße, Strümpellstraße und Virchowstraße).