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Düsseldorf: Schausteller haben zu wenig Personal für den Weihnachtsmarkt

Start am 18. November in Düsseldorf : Schausteller haben zu wenig Personal für den Weihnachtsmarkt

Am 18. November startet der Weihnachtsmarkt mit rund 200 Hütten – ob genug Servicekräfte bereitstehen, ist fraglich.

Rund drei Wochen vor dem Start des Düsseldorfer Weihnachtsmarktes plagen viele Schausteller Personalsorgen. „Wir haben das gleiche Problem wie die Gastronomie“, sagt der Chef des Düsseldorfer Schaustellerverbands, Oliver Wilmering. In der Corona-Pandemie hätten sich viele Arbeitskräfte, etwa aus dem Service, wegen der monatelangen Schließungen umorientiert und andere Jobs gefunden. Das führe nun dazu, dass viele Betriebe kaum noch Personal finden.

Normalerweise stellten die Betriebe auch für die Weihnachtsmärkte viele osteuropäische Saisonkräfte ein – diese kämen aber häufig gar nicht mehr, weil sie in ihren Heimatländern andere und stabilere Stellen gefunden hätten. „Das führt dazu, dass wir jetzt, wo es endlich weitergeht, nur mit 20 bis 30 Prozent des eingespielten Personals arbeiten können“, sagt Wilmering. Neue Mitarbeiter – so sie denn gefunden werden – müssten erst einmal angelernt und eingearbeitet werden. „Das ist sehr schwierig für die Branche.“

Auch über den Schaustellerverband in Nordrhein-Westfalen und den Bundesverband versuchten die Betriebe, die meist in Familienhand sind, Personal anzuwerben. „Wir sind da schon seit Monaten dran, aber eine Garantie ist das nicht“, sagt Wilmering.

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Sollte zum Start des Weihnachtsmarktes am 18. November noch Personal fehlen, wollen sich die Familien erst einmal gegenseitig aushelfen. Alles könne man damit aber nicht auffangen, prognostiziert Wilmering, der auf dem Weihnachtsmarkt selbst einen Glühweinturm mit zwei Etagen in der Nähe des Kö-Bogens betreibt.

Trotz der Personalsorgen freuen sich die Schausteller aber auf den Start des Weihnachtsmarktes. Dieser beginnt traditionell am Donnerstag vor dem Totensonntag und geht inzwischen bis zum 30. Dezember. Etwa 200 Hütten werden auf drei Themenmärkte in der Innenstadt verteilt sein, erstmals auch an der Königsallee, auf dem Burgplatz und am Kö-Bogen. Zu den Highlights gehören laut Wilmering unter anderem das Riesenrad, die Eisbahn, ein Kinderkarussell und das gastronomische Angebot mit Glühwein, Käse-Alm, Bratapfelhaus und verschiedenen Mandelbrennereien.

Auf allen drei Märkten gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) – die Stadt Düsseldorf macht dafür eine Ausnahme von ihrer 2G-Regel. Kontrolliert werden soll das stichprobenartig.