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Düsseldorf: Schandfleck in Oberkassel soll bebaut werden

Belsenstraße in Düsseldorf : Ein „Schandfleck“ in Oberkassel soll bebaut werden

Für die vermüllte Fläche an der Ecke von Belsenstraße und Siegfriedstraße gibt es einen Bauantrag für die Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses.

Einst befand sich auf dem Grundstück an der Ecke von Belsenstraße und Siegfriedstraße eine Tankstelle. Das ist lange her; inzwischen wird die Fläche als Parkplatz, Abstellfläche, wilde Müllkippe und Treffpunkt von Jugendlichen genutzt – und das in einer guten Oberkasseler Lage. Der verwahrloste Zustand des Grundstücks bringt Anwohner und Wohnungseigentümer der Siegfriedstraße zunehmend in Rage, zumal eine Hauswand vor Kurzem mit einem riesigen Graffiti beschmiert wurde.

Die an das Areal angrenzende Fassade wurde erst im vergangenen Jahr erneuert, jetzt sind lila und gelbe Punkte auf der weißen Wand des Balkons, dazu ein langer Schriftzug. Es liegen Baustellenreste, Metallstangen und Styropor herum, leere Weinflaschen wurden in den Gebüschen entsorgt. „Die ganze Ecke ist ein Schandfleck für Oberkassel“, sagt jemand, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Ihm gehört an der Siegfriedstraße eine Wohnung, „aber ich hatte Probleme, sie neu zu vermieten, weil Interessenten nicht neben der Müllkippe leben wollten. Sie haben sich trotz des Wohnungsmangels in Düsseldorf dagegen entschieden, die Wohnung zu nehmen“.

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Der Mann möchte auch anonym bleiben, weil er Respekt vor dem Eigentümer des Areals hat. Es soll um dubiose Machenschaften gehen, genau wisse man das nicht. Gerne würde er aber erfahren, warum man die Fläche so verkommen lasse. Dass es anders und attraktiv geht, zeige die Ecke Düsseldorfer Straße/Siegfriedstraße, wo neuer Wohnraum geschaffen wurde.

Die Stadt gibt aus Datenschutzgründen keine Auskunft zum Eigentümer, sie macht aber Hoffnung, dass sich der Zustand vor Ort verbessert. „Derzeit liegt dem Bauaufsichtsamt ein Bauantrag vor für die Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage. Dieser Antrag befindet sich zur Zeit in Prüfung“, sagt ein Stadtsprecher.

Die Stadt könne sonst aber nichts unternehmen, damit sich die Lage schon früher verbessere: „Die Verwaltung kann den Eigentümer nicht zum Handeln zwingen, solange von dem Grundstück keine Gefahr für Dritte ausgeht.“ Auch wegen der Schmierereien müsse die Anwohnerschaft selbst aktiv werden: „Graffiti an Hauswänden können als Sachbeschädigung eingestuft werden. Die Entfernung liegt im Verantwortungsbereich des Eigentümers des Bauwerks, der gegebenenfalls auch bei der Polizei Strafanzeige stellen kann. Die Stadt wird hierbei nicht tätig“, sagt der Sprecher. Bleibt für die Anwohner zu hoffen, dass es für das Wohn- und Geschäftshaus bald grünes Licht gibt.