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Düsseldorf: Sanierung von Schloss Jägerhof kostet 5,3 Millionen Euro

Düsseldorfer Sehenswürdigkeit : Sanierung von Schloss Jägerhof kostet 5,3 Millionen Euro

Schloss Jägerhof in Düsseldorf steht unter Denkmalschutz. Bei einer Überprüfung des Gebäudes wurden zahlreiche Mängel festgestellt, die nun beseitigt werden müssen. Das würde rund 5,3 Millionen Euro kosten.

Schloss Jägerhof in der Innenstadt muss dringend saniert werden. Der Bauausschuss fasste deshalb jetzt einstimmig einen Bedarfsbeschluss, damit die Stadt entsprechend planen kann. Die Verwaltung rechnet bei der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes mit Kosten von rund 5,26 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr war das Gebäude, in dem sich das Goethe-Museum befindet, eingehend auf seinen baulichen, technischen und baurechtlichen Zustand hin überprüft worden. Dabei hatte man zahlreiche Sanierungsbedarfe festgestellt, unter anderem erhebliche Mängel im Bereich der elektrotechnischen Anlagen, des baulichen Brandschutzes und der Außenfassaden.

Neben einigen kurzzeitigen Schließungen des Museums aufgrund von technischen Defekten war zuletzt im Frühsommer die elektrische Versorgung einiger Teile des zweiten Obergeschosses einschließlich des Schneidersaals und des gesamten Dachgeschosses stillgelegt worden. Am Dach selbst soll es jedoch keine Schäden geben, wie Kulturdezernent Hans-Georg Lohe berichtet.

Zur Sicherung der grundlegenden Stromversorgung wurden deshalb mit einem Dringlichkeitsbeschluss bereits im August die Erneuerung der Brandmeldeanlage, der Elektrohauptverteilung einschließlich sämtlicher Unterverteilungen und der Trafostation veranlasst. Der Schneidersaal und der Silbersaal sind nach wie vor betroffen. Veranstaltungen können dort noch nicht stattfinden.

Für die weiteren Maßnahmen in Hinblick auf den Brandschutz und die Fassadensanierung am Goethe-Museum braucht es nun die Zustimmung der Politik. Nach der Zustimmung durch den Bauausschuss ist die Sanierung noch Thema im Kultur- sowie Haupt- und Finanzausschuss und schließlich am 8. Oktober im Rat. Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs sollen die Maßnahmen in zwei Paketen geplant und ausgeführt werden.

Der erste Teil betrifft die Fassade des Schlosses, die deutliche Schäden an den Putzflächen, Natursteingesimsen und -einfassungen sowie den Fenstern und Holzeinfassungen aufweist. Für die Arbeiten sind Kosten von 1.634.000 Euro berechnet worden, davon könnten 450.000 Euro durch eine Förderung des Bundes finanziert werden. Der Ausführungsbeschluss soll noch in diesem Jahr von der Politik abgesegnet werden.

Darüber hinaus muss das Gebäude baulich saniert und umgebaut werden. Neben der Trockenlegung des Kellers muss ein notwendiger, dauerhafter zweiter Rettungsweg geschaffen werden. Aber auch die Barrierefreiheit soll verbessert werden. Ferner sollen der Schneidersaal und der Silbersaal restauriert werden, so dass diese Räume wieder für diverse Veranstaltungen der Stadt zur Verfügung stehen. Hier fallen Kosten in Höhe von circa 4.076.000 Euro an, über den entsprechende Beschluss zur Ausführung der Arbeiten soll im ersten Quartal 2022 abgestimmt werden.

Seit 1984 steht das Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute Schloss unter Denkmalschutz. Aus diesem Grund müssen die Arbeiten an dem Gebäude mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden.