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Düsseldorf: Rund 35 Greenpeace-Aktivisten dringen in Staatskanzlei ein

Proteste gegen Tagebau Hambacher Forst : Greenpeace-Aktivisten dringen in Staatskanzlei in Düsseldorf ein

Am Donnerstagmorgen haben Aktivisten von Greenpeace die Staatskanzlei in Düsseldorf kurzzeitig besetzt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Kletterer von Greenpeace sind am Donnerstagvormittag auf ein Vordach geklettert und haben ein Banner entrollt. "Reden statt roden" forderten die Umweltschützer darauf von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Rund 30 bis 40 Aktivisten waren in die Staatskanzlei vorgedrungen. „Es gibt keine Hinweise auf irgendwelche gewalttätigen Aktionen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten führten Gespräche mit Mitarbeitern der Staatskanzlei und den Aktivisten. „Es gab den Konsens, dass die Kanzlei keinen Strafantrag stellt, wenn die Aktivisten freiwillig gehen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Aktivisten durften ein Statement loswerden und brachen die Aktion dann um 10.50 Uhr ab.

Greenpeace kritisiert, dass Laschet trotz erheblicher juristischer und ökologischer Einwände gegen RWEs Kohlepläne im Hambacher Forst, den mehrheitlich friedlichen Protest gegen die Zerstörung des alten Waldes unter massivem Polizeieinsatz räumen lasse. Laut eines Greenpeace-Gutachtens sei die Rodung in Hambach erst ab Herbst 2019 nötig.

Die aktuellen Entwicklungen im Hambacher Forst fassen wir für Sie in unserem Live-Blog zusammen.

(top/hsr)