Düsseldorf: Rolanda Lamnica soll nicht abgeschoben werden

Name und Nachricht : Rolanda Lamnica soll hier bleiben

Das Schicksal der in Düsseldorf lebenden jungen Albanerin Rolanda Lamnica bewegt die Menschen weit über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus. Mehr als 3700 Bürger haben bislang die vom Düsseldorfer Caritasverband unterstützte Online-Petition „Wir brauchen die helfenden Hände von Rolanda Lamnica“ unterschreiben.

„Damit haben wir die uns selbst gesetzte Marke bereits überschritten“, sagt Caritas-Sprecherin Stephanie Agethen.

Eine entsprechende Eingabe liegt inzwischen auch dem Petitionsausschuss des Landtages vor. Lamnica, die in Albanien als examinierte Hebamme über ein gutes Auskommen verfügte, hatte ihr Heimatland verlassen, um ihrem geistig behinderten Bruder Besim ein Leben ohne Stigmatisierung und Ausgrenzung zu ermöglichen. Ihr im Herbst 2017 gestellter Asylantrag wurde aber als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt. Die bereits begonnene Ausbildung zur Altenpflegerin musste sie nach wenigen Wochen abbrechen. Eine so genannte „Ausbildungsduldung“ wurde aufgrund der konkreten Rechtslage verworfen. „Wenn ich den Bundesgesundheitsminister richtig verstehe, will er künftigen Pflegekräfte auch aus so genannten sicheren Herkunftsstaaten hier eine Chance bieten. Warum lassen wir Rolanda dann nicht erst einmal ihre Ausbildung zu Ende machen?“, fragt Agethen. Damit bringt sie auf den Punkt, was auch andere Wohlfahrtsverbände umtreibt. Angesichts des aktuellen Pflegenotstands wollen sie nicht warten, bis neue Regelungen Menschen wie der gut integrierten und deutsch sprechenden Albanerin eine verbindliche Perspektive geben. „Ich habe die Sprache gelernt, ich habe einen Arbeitsplatz: Warum soll ich zurück?, fragt Rolanda. Jörg Janßen

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