Düsseldorf: Risse in Hauswand an der U-Bahn-Strecke

Düsseldorf: Risse in Hauswand an der U-Bahn-Strecke

Die Wände eines leerstehenden Gebäudes haben sich verschoben, Nachbarhäuser wurden evakuiert.

Gut 35 Bewohner von zwei Häusern an der Elisabethstraße in Unterbilk haben gestern am späten Nachmittag drei Stunden vor ihrer Tür verbringen müssen. Die Feuerwehr räumte die Gebäude mit den Hausnummern 50 und 52a vorsichtshalber, nachdem entdeckt worden war, dass sich beim dazwischenliegenden Haus die Abschlusswand deutlich verschoben hatte. Das Gebäude, in dem früher das Hotel "Westfälischer Hof" beheimatet war, wird derzeit saniert, deshalb befanden sich lediglich zwei Bauarbeiter darin. Die Feuerwehr war von einem Nachbarn alarmiert worden, der seinen Namen nicht nennen wollte. Da der betroffene Teil der Elisabethstraße für Autos gesperrt war, bildeten sich auf der Rheinkniebrücke in Fahrtrichtung stadteinwärts Staus.

Statikexperten von Stadt und Feuerwehr untersuchten das Gebäude bis zum Abend, um herauszufinden, ob und wenn ja, welche Gefahren bestehen. Nachbarn berichteten, dass sie bereits seit längerer Zeit Risse an ihren Wänden beobachtet haben und diese zum Teil überstrichen wurden. Nach abschließender Beratung stuften die Statiker das Gebäude als sicher ein.

  • Nach Feuer in Neusser Haus : Polizei vermutet Brandstiftung im leerstehenden Gebäude

Als mögliche Ursache für die verschobene Wand und die Risse gilt die neue U-Bahn, die unterhalb des Gebäudes verläuft. Für den Bau war dort im Frühjahr 2010 die Tunnelbohrmaschine entlanggefahren, in der Nachbarschaft entstand in den Jahren danach die Station "Kirchplatz". Züge rollen seit Herbst 2015 durch die Röhre. Vertreter der Rheinbahn waren gestern Abend vor Ort, über mögliche Einflüsse der U-Bahn gab es noch keine Angaben,

(hdf)