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Düsseldorf: Rheinbahn fährt trotz Großbrand nach Fahrplan

38 Busse verbrannt : Technischer Defekt verursachte Rheinbahn-Brand

Trotz des Großbrands im Depot in Heerdt erwartet die Rheinbahn keine Einschränkungen im Linienverkehr – muss aber noch nach Ersatz für die Zeit nach den Ferien suchen.

Das Feuer im Rheinbahn-Depot in Heerdt ist offenbar durch einen technischen Defekt verursacht worden. Es gebe keine Hinweise auf fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung, sagte ein Polizeisprecher, nachdem die Brandursachenermittler das Gelände über Ostern untersucht hatten. In der Nacht zu Donnerstag war eine Abstellhalle für Busse in Brand geraten, 38 Fahrzeuge wurden zerstört. Der Schaden wird auf bis zu 50 Millionen Euro geschätzt.

Die Rheinbahn geht davon aus, dass Fahrgäste keine Folgen spüren werden. In dieser Woche gilt der ausgedünnte Ferienfahrplan, den das Unternehmen der Sprecherin zufolge mit den verbliebenen Fahrzeugen schafft. Die Rheinbahn arbeite „unter Hochdruck“ daran, einen reibungslosen Verkehr nach Ferienende zu organisieren, wenn etwa auch wieder Schulbusse im Einsatz sind. Die Rheinbahn dürfte dafür verstärkt Subunternehmen einsetzen. Die Rheinbahn verfügt insgesamt über 490 Busse, verteilt auf fünf Betriebshöfe.

Dem Feuer fielen unter anderem zehn der Solobusse des Herstellers MAN zum Opfer, die die Rheinbahn erst im Februar vorgestellt hatte. Die Bestellung von insgesamt 92 Fahrzeugen mit dem neusten Abgas-Standard Euro 6d gilt als wichtigste Einzelmaßnahme, um die Stickoxidbelastung auf Düsseldorfs Straßen unter die gesetzlichen Grenzwerte zu senken. Die Rheinbahn hatte dafür 24 Millionen Euro investiert und ältere Dieselbusse wegen der hohen Abgaswerte vorzeitig aussortiert. Auch acht der zwölf Elektrobusse, mit denen die Rheinbahn neue Antriebstechnologien erprobt, wurden zerstört.

Der Brand in der 1992 erbauten Halle war am Freitag gegen 1 Uhr ausgebrochen. Die Feuerwehr wurde über die Brandmeldeanlage alarmiert.

(arl)