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Düsseldorf: Querdenker-Demo gegen Corona-Maßnahmen erneut am 6. Dezember geplant

Vier Versammlungen : Corona-Gegner wollen am 6. Dezember in Düsseldorf demonstrieren

Erneut planen Mitglieder der Gruppe „Querdenken“ einen Protest in Düsseldorf. Diesmal sind gleich mehrere Versammlungen angemeldet.

Gleich mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen haben Mitglieder der Gruppen Querdenken Düsseldorf und Dortmund für Sonntag, 6. Dezember, in Düsseldorf angemeldet. Wie die Polizei mitteilte, seien derzeit vier Versammlungen an unterschiedlichen Orten und mit variierenden Teilnehmerzahlen gemeldet. Mit jedem Anmelder müsste die Polizei nun Kooperationsgespräche führen, erst danach sei klar, welche Versammlung wie stattfinden könne, sagte ein Sprecher.

Auch am 15. November hatten die Querdenker kurzfristig eine zweite Versammlungen angekündigt, zu der etwa 300 Teilnehmer über die Oberkasseler Brücke vor das Rathaus zogen, nachdem die erste Kundgebung beendet war. Die Demo hatte zuvor die Auflage bekommen, dass sie die Rheinwiesen nicht verlassen darf, die Stadtverwaltung hatte einen Demonstrationszug durch die Innenstadt untersagt.

Hinter den vier Anmeldungen könnte also wieder eine ähnliche Strategie stecken, um ein mögliches Zugverbot zu umgehen. Dass Demonstranten von einer Versammlung zur nächsten wechseln, könne man nicht verhindern, sagte der Polizeisprecher. Jedoch wolle man dagegen vorgehen, dass die Teilnehmer auf dem Weg dorthin einen Zug bilden.

Michael Schele, einer der Anmelder von der Gruppe Querdenken Düsseldorf, hielt sich in Bezug auf die Versammlung noch bedeckt. Er wolle zunächst das Gespräch mit der Polizei abwarten.

Bei der Kundgebung im November kamen rund 600 Demonstranten zusammen. Aufgrund des Programms und der Redner rechnet Schele diesmal mit deutlich mehr Teilnehmern, sagt er. So soll unter anderem Michael Ballweg, Gründer der Querdenken-Bewegung, vor Ort sein.

Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ hat bereits einen Gegenprotest unter dem Namen „Keinen Meter den Querdenkern, rechten Hools, Reichsbürgern und Antisemiten“ für den 6. Dezember auf dem Grabbeplatz angekündigt.