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Düsseldorf: Park-and-Ride bei Provinzial in Wersten kaum genutzt

Mobilitätsangebot in Wersten : Park-and-Ride bei der Provinzial kaum genutzt

Nur wenige haben am Wochenende ihr Auto im Provinzial-Parkhaus abgestellt. Trotzdem bleiben die Betreiber optimistisch.

Um in der Adventszeit den Verkehr in der Innenstadt zu entlasten, kooperiert die Stadt mit der Provinzial in Wersten. An den Wochenenden können Besucher aus dem Umland ihr Auto im Mitarbeiterparkhaus des Hauptsitzes der Versicherung abstellen und ihre Fahrt in die Düsseldorfer City mit Bus und Bahn fortsetzen. So sollen  nicht nur die Straßen, sondern auch die Umwelt geschont werden.

Nach dem ersten Adventswochenende lässt sich ein vorläufiges Fazit über die Annahme des Angebotes ziehen: Laut dem städtischen Vekehrsreferenten Klaus Lorenz haben am Samstag 20 „gut besetzte Pkw“ das Parkhaus aufgesucht. Am Sonntag waren es lediglich sechs. Dies entspricht nicht den Erwartungen der Initiatoren, die im Vorhinein auf im Durchschnitt 100 Pkw pro Tag gehofft hatten. Dabei ist das Angebot auch aus finanzieller Sicht lohnenswert: Gegen eine Gebühr von neun Euro erhält man nicht nur einen Parkplatz für den ganzen Tag, sondern auch ein Tagesticket der Rheinbahn, das für die gesamte Familie gültig ist.

Klaus Lorenz sieht den Grund für die bislang niedrigen Besucherzahlen in den festen Gewohnheiten der Menschen: „Die Mobilität ist immer noch primär durch Routinen geprägt. Wir haben hier ein völlig neues Mobilitätsangebot geschaffen. Wer rechnet schon damit, dass ein firmeneigenes Parkhaus für die öffentliche Nutzung freigegeben wird?“ Die Kooperationsgemeinschaft und auch die Anreisenden zum Weihnachtsmarkt stießen hier  ins „Neuland“ vor.“

Um in Zukunft mehr Besucher in das Parkhaus zu locken, wollen die Organisatoren verstärkt für das Park-and-Ride-Angebot werben und zudem die Hinweisbeschilderungen optimieren, damit das Parkhaus auch für nicht Ortskundige leichter zu finden ist. Klaus Lorenz ist zuversichtlich, dass die neue Parkmöglichkeit langfristig weiteren Zulauf finden wird: „Das Angebot ist nicht zu toppen“, sagt Lorenz. „Wir sind optimistisch, die Zielzahl zu erreichen, zumal der verkaufsoffene Sonntag mit einer großen Zahl an Weihnachtsmarktbesuchern noch vor uns liegt.“ Alle Beteiligten seien sich einig, dass es Zeit brauche, bis das Angebot ins Bewusstsein und Handeln komme. Die Kooperationspartner gingen davon aus, dass das Angebot keine einmalige Aktion von Versicherung und Rheinbahn sein werde, sondern fortgeführt und weiterentwickelt werden soll.

(jop)